Sondersitzung zum Neubau am 30. Juli

Thema Ausweichschule in Marktoberdorf wird erneut im Stadtrat behandelt

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Östlich des Modeons, angrenzend an den bestehenden Spielplatz soll die Ausweichschule entstehen. Um ihre Kosten ist ein heißes Ringen entstanden.

Marktoberdorf – Nachdem am Montag vergangener Woche ein Antrag der Stadt Marktoberdorf auf Billigung einer rund 5,9 Millionen Euro teuren Ausweichschule im Stadtrat gescheitert war, kommt das Thema nun am Donnerstag, 30. Juli erneut auf die Tagesordnung. Der Stadtrat trifft sich für eine Sondersitzung um 18.30 Uhr im Modeon, um ein weiteres Mal über die Vorstellung der Entwurfsplanung zu beraten.

Wie der Kreisbote berichtete, hatte die dringlich anstehende Entscheidung zum Ausweichquartier in einer Patt-Situation geendet, weil der Hälfte der Stadträte die Kosten für den provisorischen Bau als nicht mehr tragbar schienen. Dieses Patt hat nun aber die Folge, dass das Projekt – und damit auch der Start für den Baubeginn der neuen St. Martin Grundschule – auf Eis gelegt ist.

In die heiße Debatte hat sich nun auch das Staatliche Schulamt eingeschaltet. Schulamtsdirektorin Karin Weikmann sieht es in einem Schreiben an die Stadtverwaltung als hohe Notwendigkeit an, den Bau der Ausweichschule auf den Weg zu bringen. Die Behörde mahnt Umstände im bestehenden Schulgebäude an, „die möglicherweise schulaufsichtliche Maßnahmen nötig machen.“ Das Schulamt sieht darüber hinaus in der geplanten Ausweichschule eine gute Lösung, die den Anforderungen eines geregelten Unterrichtsbetriebs angepasst ist. Die Schulamtsdirektorin äußert sich auch zum Antrag der Freien Wähler (der im übrigen ebenfalls knapp mit 12:12 Stimmen gescheitert war; Anmerk. d. Red.), eine Unterbringung in der Mittelschule zu prüfen. Das sei bereits ausführlich untersucht worden und hatte ergeben, dass dort nicht genügend Räume zur Verfügung stehen. Auch eine Containerlösung an diesem Schulstandort empfiehlt das Schulamt nicht.

In einem Brief an den Kreisbote äußerte sich inzwischen auch Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell zum Neubau-Projekt der Martinschule. Er erinnert daran, dass der Betrieb von Schulen eine Pflichtaufgabe der Kommune sei und dass sich Marktoberdorf bereits seit zwölf Jahren in Diskussionen um diese Schule aufreibe. „Die ewige Diskussion hat dazu geführt, dass wir nach über einem Jahrzehnt mittlerweile an der bestehenden Schule einen baulichen Zustand haben, an dem ein Unterricht für Schüler und Lehrkräfte nicht mehr zumutbar ist.“

Laut Stadtverwaltung betragen die Gesamtkosten für den Neubau der Grundschule nach einer vertieften Baukostenschätzung der Fachplaner knapp 28 Millionen Euro. Darin inbegriffen sind bereits die Kosten für den Abbruch der alten Schule, Entsorgungskosten, Hangsicherung, Grundwasserrückhaltung und auch die Möblierung der neuen Schule. Nicht inbegriffen sind die Kosten für die Ausweichschule (aktuell geschätzt 5,9 Millionen Euro). Allerdings seien auch staatliche Zuschüsse für den Neubau von Grundschule, Hort und Turnhalle noch nicht berücksichtigt.

von Angelika Hirschberg

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