Sorgen um die "gute Lage"

Nach der Gesamtplanung der Anlage geht es rund um den Neuen Markt jetzt um die Feinheiten. Vor allem die ansässigen Geschäftsinhaber sehen in einigen Bereichen noch Handlungsbedarf. Foto: Frisch

Wie der Neue Markt im Stadtteil Neugablonz nach der vollständigen Umgestaltung aussehen soll, steht mehr oder weniger fest. Bei der zweiten Infoveranstaltung zum Thema in der vergangenen Woche im Gablonzer Haus hatten die betroffenen Einzelhändler nun die Möglichkeit, vor allem die Details noch einmal mit den Verantwortlichen durch zu gehen. Ralf Baur, Leiter des städtischen Baureferats, stand zusammen mit einem Expertenteam Rede und Antwort.

Problematisch fanden es viele der anwesenden Händler, dass ein Teil des momentan noch befahrbaren Geländes zur Fußgängerzone umgestaltet werden soll. Befürchtet wurden Umsatzeinbußen. Einer der Beteiligten: „Seit vielen Jahren können die Kunden nah an meinem Laden parken. Es gibt viele, die einfach „mal schnell noch etwas mitnehmen“ möchten – da ist es negativ, wenn diese Kunden eine weitere Strecke zu Fuß zurück legen müssen, um überhaupt bis zu mir zu kommen!“ Baur konterte jedoch: „Aus Erfahrung mit anderen Städten kann ich sagen, dass die Fußgängerzone stets die 1-A-Lage für Geschäfte ist. Bedeutend ist doch nicht der Parkplatz knapp vor der Ladenkasse, sondern das Flair, das die Leute anzieht und sie zum Einkaufen bewegt“ und verwies auch auf die Fußgängerzone in der Kaufbeurer Altstadt: „Auch dort muss man sich zu Fuß hinbewegen, aber das Ambiente passt. Und daher kaufen die Menschen hier gerne ein!“ Es sei natürlich „klar, dass sich die Situation für einzelne Geschäfte nicht so gut darstellt wie es momentan der Fall ist“– für die Gemeinschaft der Einzelhändler sei die vorliegende Lösung aber bei weitem der beste Kompromiss. Die Geschäftsleute müssten zusammenhalten, appellierte der Referatsleiter: „Das Ziel muss sein, dass das zukünftige Neugablonzer Zentrum attraktiv ist – dann werden auch die Kunden kommen.“ Ein weiterer wichtiger Faktor sei darüber hinaus die richtige Mischung des Warenangebots. „Wir haben bereits viele Anfragen von Unternehmen, die sich im neuen Neugablonzer Zentrum präsentieren möchten“. Die Stadt könne mit ihren Baumaßnahmen aber nur den Rahmen schaffen, für Belebung müssten die Geschäftsinhaber selbst sorgen. „Warum soll der neue Markt nicht eine Art zweites „Forum“ wie beispielsweise in Kempten werden?“ so Baur. Auch die mehrfach geäußerte Sorge, es gebe zukünftig zu wenige Parkplätze, wies Baur zurück. „Nicht jeder Parkplatz wird an seiner bisherigen Stelle weiter existieren, die Entfernung von den einzelnen Geschäften bis zum jeweils nächsten Stellplatz wird aber geringer sein als vorher“, versprach er. Eine Botschaft verkündete Baur an alle Anreiner des Neuen Marktes: „Es wird während der Arbeiten wie auf jeder Baustelle Lärm und Unannehmlichkeiten geben. Bitte rufen Sie uns rechtzeitig an, wenn es Probleme gibt, zum Beispiel mit der zeitweisen Sperrung von Lieferwegen oder ähnlichem.“ Es habe keinen Zweck, bei den Arbeitern auf der Baustelle zu intervenieren: „Wir im Baureferat der Stadt sind der richtige Ansprechpartner und werden uns bemühen, alle Anliegen zur Zufriedenheit der Anwohner und Geschäftsleute zu lösen“.

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Lebensabschnitt wartet
Neuer Lebensabschnitt wartet
Kunst zum Mitmachen
Kunst zum Mitmachen
"Von Bürgern für Bürger"
"Von Bürgern für Bürger"
Mehr Platz für Motorräder
Mehr Platz für Motorräder

Kommentare