"Spaß zu schrauben" fördern

Sie wollen nicht den ganzen Tag im Büro sitzen. Es macht ihnen vielmehr „Spaß zu schrauben und sich auch mal dreckig zu machen“. Marie Gotzler und Franziska Jehle sind 18 Jahre alt und besuchen die 11a der Berufsschule Ostallgäu. Sie fühlen sich im Fachbereich Kfz wohl und wollen auch die Ausbildung zum Mechatroniker absolvieren. Kaum erwarten können es die beiden Mädels, dass sie endlich am neuen VW Touran 1.4 TSI herumschrauben dürfen. Seit vergangener Woche steht das Auto, dank Carl Singer, in der Berufsschule.

40000 Euro habe der Wagen gekostet. Eine Summe, die die Berufsschule allein nicht hätte stemmen können. Hauptsponsor war die VW AG. Vermittelt hat den Kontakt Carl Singer, Inhaber und Geschäftsführer von Auto Singer in Marktoberdorf, Kaufbeuren und Buchloe, der neben 2800 Euro auch die Transportkosten übernommen hat. 3000 Euro hat die Schule noch gezahlt. Die Schüler seien ganz begeistert, so Schulleiter Remigius Kirchmaier, der betont, dass das „hohe Niveau“ der Schulausstattung nur den „örtlichen und regionalen Partnern“, wie Auto Singer, zu verdanken sei. „Wer eine gute Saat hat, hat eine gute Ernte“, mit diesem Vergleich erläutert Carl Singer seine Motivation die Schule zu unterstützen. Denn „die Technik schreitet so schnell voran“, dass die Schüler auch in der Schule auf dem neuesten Stand sein müssen. „Wir sind da ganz eigennützig“, gibt Singer schmunzelnd zu. Denn was der Schule, den Lehrern und den Schülern zu Gute kommt, ist auch gut für die Betriebe. „Denn ständiges Wachstum erfordert auch gutes Personal“, unterstreicht Singer. Bald dürfen Marie und Franziska an dem VW herumschrauben, „denn dafür sind die Fahrzeuge ja auch da“, unterstreicht Oberstudienrat Andreas Petzka. Gezeigt wird den Schülern unter anderem an dem VW Touran der Motoreinbau, die Funktion und der Aufbau der Motorkühlung, die Kraftübertragung oder auch die Motordiagnose. „Wir können das Fahrzeug auf jeden Fall sehr gut einsetzten“, freut sich auch Kfz-Fachbereichsleiter Helmut Hotter. „Wie der Kompressor in Verbindung mit dem Turbolader funktioniert“, das wollen Marie und Franziska so schnell wie möglich herausfinden. Dass die Schüler nicht an „Oldtimern lernen müssen“, darüber freut sich auch Landrat Johann Fleschhut. Mit der Hilfe aus der örtlichen Wirtschaft können „wir den Anspruch verwirklichen die Ausstattung der Berufsschule an der Zeit zu halten“, unterstreicht der Ostallgäuer Landrat.

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