Neue Krippe in Mauerstetten feiert Spatenstich: Einzug für Herbst geplant

"Der Bedarf steigt ständig"

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Die Kinder überreichten unter großem Beifall der Anwesenden ihrem Bürgermeister Armin Holderried ihr Geschenk zum Spatenstich. Die beiden handbemalten Ziegel sollen an „geeigneter Stelle“ in das neue Gebäude integriert werden.

Mauerstetten – Mit einem etwas verspäteten Spatenstich wurden am vergangenen Mittwoch die Bauarbeiten für die neue Kinderkrippe in Mauerstetten begonnen. Die Gemeinde schafft damit 28 Krippenplätze im Neubaugebiet Dorfanger.

„Bevor das Christkind das nächste Mal kommt, werden die neuen Krippenräume fertig sein!“ versprach Bürgermeister Armin Holderried den Kindern der „Regenbogengruppe“ anlässlich des Spatenstichs auf dem Baugelände am Ortseingang von Mauerstetten. Seit nunmehr 15 Jahren bietet die Gemeinde eine Betreuung für Kinder im Krippenalter an, doch die bisherigen Räumlichkeiten in einem umgebauten Reiheneckhaus werden dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen nicht mehr gerecht. Der Neubau wird 28 Kindern Platz bieten sowie über Barrierefreiheit und Energieeffizienz verfügen. 

Rund eine Millionen Euro kostet der Neubau nach derzeitigem Stand, mehr als die Hälfte der Kosten übernimmt jedoch der Freistaat mit einer Fördersumme von knapp 620.000 Euro. Ursprünglich war der Neubau weitaus kleiner geplant worden, wäre dann aber nicht förderfähig und damit für die Gemeinde trotz geringerer Gesamtkosten am Ende teurer gewesen. Nun gehe es aber mit „Riesenschritten voran“, wie Holderried betonte. Irgendwann „zwischen dem Ende des Kindergartenjahres im Herbst und Weihnachten“ rechne man mit der Fertigstellung des Gebäudes. Nach dem Umzug erwartet die Kinder der „Regenbogengruppe“ und ihre Erzieherinnen dann eine Krippe, die nach modernsten Maßstäben und bedarfsgerecht geplant wurde. 

„Unsere Erfahrungen und Wünsche haben bei dem Entwurf der neuen Räume eine große Rolle gespielt“, lobt die Leiterin der Krippe, Irene Beer-Fichtel die Zusammenarbeit mit der Architektin Silvia Zeller. So sehen die Pläne auf den insgesamt 460 Quadratmetern einen großen „Spiel- und Tobeflur“ ohne störende Schwellen oder Kanten vor sowie eine bewusste Trennung des eigentlichen Betreuungsbereichs und der Verwaltungsräume wie Büro oder Besprechungszimmer vor. Der Neubau ist komplett barrierefrei und nach den neuesten Standards für Energieeffizienz ausgerichtet. Vor allem der Umstand, dass sämtliche Räume ebenerdig angeordnet sind, stelle eine wesentliche Verbesserung zum Status Quo dar: Im Moment müssen die Betreuerinnen noch mit einer Aufteilung auf vier Ebenen klar kommen. Keine Sorgen macht sich Beer-Fichtel über die Auslastung: „Der Bedarf an guter Betreuung in Mauerstetten wächst ständig – neben den hier lebenden Familien bekommen wir auch Anfragen aus Kaufbeuren und dem Landkreis, die wir bislang kaum berücksichtigen konnten, weil die Kapazitäten fehlen.“ 

Die kleinen Besucher beim Spatenstich interessierten sich indes weniger für die Fakten als für die spannenden Gerätschaften und Tätigkeiten auf der Baustelle. Um schon mal für „ihre“ neue Krippe danke zu sagen, überreichten sie dem Bürgermeister zwei bunt bemalte Ziegelsteine und fassten die Hoff- nung auf einen reibungslosen Ablauf der Arbeiten in dem bekannten Kinderlied zusammen: „Wer will fleißige Handwerker sehen, der muss zu unserer Baustelle gehen. Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein!“ von Michaela Frisch

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