Für mehr Ambiente und Aufenthaltsqualität

"Ein Meilenstein"

1 von 13
Es wird eng.
2 von 13
Der rote Teppich war ausgerollt für den symbolischen Spatenstich, den OB Stefan Bosse (v. re.), Wolf D. Auch (realgrün Landschaftsarchitekten), Simone Page (Vorstandsmitglied Aktionsgemeinschaft) und Raimund Reichle (Technische Bauleitung Hubert Schmid) setzten.
3 von 13
Bei der Eröffnung der Fußgängerzone vor über vierzig Jahren hat es - wie jetzt beim Spatenstich - auch geregnet. OB Rudolf Krause bei seiner Ansprache, kurz bevor er das Band durchschneidet und damit die Eröffnung vollzieht. Rechts halb hinter ihm Bürgermeister Wondrak.
4 von 13
Trotz schlechten Wetters stieß der offizielle Spatenstich für die Neugestaltung der Kaufbeurer Fußgängerzone auf reges Interesse der Bevölkerung.
5 von 13
Oberbürgermeister Stefan Bosse hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Arbeiten für die ganze Stadt hervor.
6 von 13
Trotz schlechten Wetters stieß der offizielle Spatenstich für die Neugestaltung der Kaufbeurer Fußgängerzone auf reges Interesse der Bevölkerung.
7 von 13
Baureferatsleiter Helge Carl: "Ambiente und Flair bleiben die entscheidenden Faktoren, die die Menschen in die Innenstadt ziehen, ob zum Wohnen, zum Einkaufen oder einfach zum Flanieren."
8 von 13
Guido Zeller als Vertreter des Einzelhandels und Vorstandsmitglied der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren betonte, dass sich der Einzelhandel auf eine moderne Fußgängerzone freue.

Kaufbeuren – Dass es beim offiziellen Spatenstich für die Sanierung der Fußgängerzone am Donnerstagvormittag regnete, war nicht ungewöhnlich. Schließlich tat es das auch bei der Eröffnung der Fußgängerzone vor 40 Jahren. Doch just in dem Moment, als OB Stefan Bosse das Wort für seine Begrüßung ergriff, wurde es trocken.

Die städtebauliche Maßnahme in der Fußgängerzone ist, so Bosse, die größte Investition der Stadt für die Innenstadt seit Jahrzehnten, mit Ausnahme des Stadtmuseums. Mehr als vier Millionen Euro werden in den kommenden Monaten auf 4000 Quadratmetern in der Fußgängerzone verbaut. Dabei müssen auch die Eigentümer in die Tasche greifen – allein sie zahlen 800.000 Euro. Über 700.000 Euro seien als Städtebauförderungsmittel in Aussicht gestellt worden. Künftig könne man zudem in der Fußgängerzone „ohne Wasser surfen“, da Glasfaserleitungen für kostenloses WLAN verlegt werden. Der OB freute sich, dass die Baustelle von der Baufirma Hubert Schmid so „perfekt vorbereitet“ worden sei und wünschte sich einen reibungslosen Verlauf.

Als „Meilenstein“ bezeichnete Baureferent Helge Carl die Baustelle. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund habe ein Konzept entwickelt, um die Ortskerne zu stärken. Genau das werde in Kaufbeuren mit der Sanierung der Fußgängerzone verwirklicht. Schließlich sei die Altstadt identitätsstiftend für die gesamte Stadt Kaufbeuren. Doch dieser Austausch des Stadtbodens mit einer „barrierearmen“ Oberfläche sei nur der Anfang, nicht das Ende: „Handel ist Wandel“. Das Ambiente und die Aufenthaltsqualität sollen auch weiterhin zukunftssicher gestaltet werden.

Auch wenn die Arbeiten auf der Baustelle möglicherweise „nicht immer einfach sein werden“, hofft Carl, dass die Beteiligten einen guten Umgangston untereinander bewahren werden. Beim Weihnachtsgeschäft dann, wenn die Arbeiten fertiggestellt sein sollen, ist er optimistisch sagen zu können: „Das hat sich gelohnt“.

Für die Besucher der Fußgängerzone und die Läden sollen die Baumaßnamen keine Einschränkungen bedeuten. Die Geschäfte seien wie gewohnt geöffnet und das gesamte Parkplatzangebot stehe wie gehabt zur Verfügung, versicherte Guido Zeller, Mitglied im Vorstand der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren. Jetzt solle man „erst recht“ dorthin gehen, schließlich stünden viele Aktionen an, wie Ostereiersammeln, eine Beachparty im Sommer und ein Oktoberfest.

Bevor der Oberbürgermeister ein Starkbierfass mit wenigen Schlägen anstach, überreichte VWEW-Geschäftsführer Stefan Fritz ihm einen Scheck über 7500 Euro für den Projektfonds. „Wir freuen uns, dass wir diese historische Maßnahme unterstützen dürfen“, so Fritz.

Gestaltung

Rund 120.000 Granitsteine aus dem Steinbruch Hötzendorf im bayerischen Wald mit geflammter, leicht angerauter Oberfläche in mattgrau werden verlegt. Das betrifft die Schmiedgasse, den Ost- und Salzmarkt sowie die angrenzenden Gässchen. Kleinere Fugen als bisher ermöglichen ein leichteres Laufen auf dem Belag. Im Untergrund werden zahlreiche Versorgungsleitungen erneuert oder neu verlegt. Das Motto der Neugestaltung: „So wenig Ausstattung wie möglich, so viel Zweck wie nötig“. Acht neue Sitzbänke und ein Trinkbrunnen werden aufgestellt, 31 Straßenleuchten und acht Mülleimer angebracht. Das Ziel des beauftragten Planungsbüro realgrün Landschaftsarchitekten aus München lautet, das Erscheinungsbild der Fußgängerzone insgesamt aufzuräumen und gestalterisch zu beruhigen, damit die historische Kulisse wieder besser zur Geltung kommt.

von Martina Staudinger

Auch interessant

Meistgelesen

Brand im BKH Kaufbeuren
Brand im BKH Kaufbeuren
Entdecke den Pfaffenwinkler Milchweg
Entdecke den Pfaffenwinkler Milchweg
Einheimisch müsste man sein
Einheimisch müsste man sein
Weichen für die Zukunft gestellt
Weichen für die Zukunft gestellt

Kommentare