Spatenstich für Stahlhalle in Marktoberdorf

Firma Eisen-Fendt investiert zehn Millionen Euro in Neubau

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21 Meter hoch und so weitläufig wie ein UEFA-Cup Fußballfeld: die neue Stahlhalle der Firma Eisen-Fendt.

Marktoberdorf – Nach fünf Erweiterungen innerhalb der letzten 25 Jahre macht die Firma Eisen-Fendt nun richtig ernst. Auf dem direkten Nachbargrundstück im Industrie- und Gewerbegebiet West entsteht ab sofort eine riesige neue Stahlhalle auf einer Fläche von 7.680 Quadratmetern.

Das entspricht in etwa den Dimensionen eines UEFA-Cup Fußballfelds. Doch damit der Superlative nicht genug. Geplant ist auch eine vollautomatische Hochregaleinheit mit satten 21 Metern Höhe für Walzstahl, Röhren, Formstahl und Bleche.

Das sei ein deutliches Signal für die Zukunft von Eisen-Fendt in Marktoberdorf, befand Franz Josef Fendt, der vergangenen Donnerstag gemeinsam mit seinen geschäftsführenden Töchtern Elena Fendt-Zehetbauer und Christina Fendt zahlreiche Gäste zum symbolischen Spatenstich am Siemensring begrüßte. Das starke Wachstum der vergangenen Jahre habe dazu geführt, dass die Firma Eisen-Fendt erneut und vehement an ihre räumlichen Grenzen gestoßen sei, erklärte der Firmeninhaber. Deshalb habe man nun gemeinsam das Bauvorhaben mit einer Gesamt-Investitionssumme von rund zehn Millionen Euro in Angriff genommen. Im Neubau, der neben der Hochregalanlage auch vier zwölf Meter hohe Lagerhallen sowie ein Sägezentrum mit einer Strahl- und Konservieranlage beherbergt, soll der Stahlbereich die Chance bekommen, sich aus engen Verhältnissen heraus weiter zu entwickeln. Das Unternehmen plant, die Auswahl an eingelagerten Produkten wie Trägern, Blechen und Röhren bereits zu Beginn zu verdreifachen. Und auch die rund 140-Mitarbeiter starke Belegschaft soll im Zuge des Neubaus um rund acht Prozent (also etwa zehn Kollegen) wachsen.

Feierlicher Spatenstich für die neue Stahlhalle der Firma Eisen-Fendt in Marktoberdorf (v. li.): Geschäftsleitung Elena Fendt-Zehetbauer, Christina Fendt und Franz Josef Fendt, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell.

Am Tag des feierlichen Spatenstichs ruhten die Bagger am Siemensring nur kurzzeitig. Bereits seit Anfang April schreiten die Bauarbeiten voran, nachdem der Bauausschuss der Stadt im vergangenen Dezember die Anfrage des Unternehmens einstimmig positiv beschieden hatte. Und das, obwohl die Dimensionen der Stahlhalle die für diesen Bereich geltenden Vorgaben teilweise weit überschreiten. Fendt dankte den Vertretern von Stadt und Landratsamt indes, eine zukunftsorientierte, wirtschaftsfreundliche Lösung gefunden zu haben. „Denn wir können nur so effektiv arbeiten“, erläuterte er.

Ostallgäus Landrätin Maria Rita Zinnecker freute sich, dass die Firma Eisen-Fendt mit ihrem Neubau ein deutliches Zeichen für den Standort Ostallgäu setze. Dem schloss sich Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell an, der im Namen des Stadtrats der Bauherrenfamilie die besten Wünsche – und einen symbolischen Ziegelstein – für das Bauvorhaben mit auf den Weg gab. Einweihung und Umzug des Stahlbereichs in die neuen Hallen ist bereits für November geplant.

Die Firma Eisen-Fendt ist seit 1904 Großhändler für Baustahl, Walzstahl, Edelstahl und Industriebedarf mit Sitz in Marktoberdorf. Sie wird heute durch die beiden Töchter der Familie Franz Josef Fendt, Elena Fendt-Zehetbauer und Christina Fendt in der vierten Generation geführt. 1992 siedelte das Unternehmen auf die grüne Wiese und hat sich seitdem stetig erweitert. Schwerpunkt des Angebots sei laut Franz Josef Fendt nach wie vor der Bewehrungsstahl, von dem die Firma jährlich rund 50.000 Tonnen an Kunden in einem Umkreis von 130 Kilometer ausliefert.

von Angelika Hirschberg

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