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Raum für Kreativität schaffen

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Von: Mahi Kola

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Mobile Spielplatzbetreuung: Das bunte Spielmobil des Stadtjugendrings Kaufbeuren.
Mobile Spielplatzbetreuung: Das bunte Spielmobil des Stadtjugendrings sorgt bei den Kindern und Jugendlichen für jede Menge Spielspaß. © Kola

Kaufbeuren – Die Spielplätze in Kaufbeuren sollen in ihrer Vielfalt soziale Kontakte fördern, zu Bewegung animieren und dabei die Interessen und Bedürfnisse der Kinder berücksichtigen. Seit 2010 gibt es in Kaufbeuren eine Spielraumkommission, die sich darum kümmert, dass sich die Spiel- und Freizeitflächen im Stadtgebiet ständig weiterentwickeln, gepflegt und modernisiert werden. Das Spielraumkonzept Kaufbeuren 2.0 wurde in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses vorgestellt.

Neben dem Jugend- und Familienreferat gehören der Bauhof, die Stadtplanung, der Stadtjugendring sowie der Jugendbeauftragte des Stadtrats zu den Mitgliedern der Kommission. Beate Schütz vom Stadtjugendring stellte das überarbeitete Spielraumkonzept vor, und hob als Leitziele zur Gestaltung der Spielräume insbesondere die Möglichkeit vorurteilsfreier Begegnungen, Bewegungsförderung und Mitgestaltung hervor. „Kinder sind nicht auf ihr Dasein in der Schule reduziert“, machte Schütz auf die Bedeutung offener Spielräume aufmerksam. Gerade für Kinder und Jugendliche, deren Alltag von starren Strukturen und Regeln geprägt sei, böten solche Orte Raum für gelebte Kreativität und Selbsterfahrung. Neben Experten auch Kinder und Jugendliche von Beginn an bei der Gestaltung der Projekte mit einzubeziehen, sei deshalb sehr wichtig. Dazu könne es zum Beispiel Beteiligungsprojekte, Informationsveranstaltungen oder Workshops geben.

„Spielplatz-Hopping“ und mehr

Dass sich die Spielplätze in Kaufbeuren nicht nur auf dem Papier vielversprechend darstellen, zeige sich laut Schütz an der regen Nutzung der Angebote. „Leuchtturmspielplätze“, wie etwa der Wertachpark, hoben sich besonders ab und „locken Leute von nah und fern an“, so Schütz. Auch das sogenannte Mobiku als mobile Einheit, die für einen bestimmten Zeitraum verschiedene Quartiere anfährt, biete ein niederschwelliges Angebot. Wichtig sei hier zudem, dass der Spielplatz pädagogisch betreut ist. „Die Spielplätze in Kaufbeuren können sich sehen lassen“, fasste Familienreferent Alfred Riermeier zusammen. Die Zusammenarbeit auf dem Weg vom Konzept zur kreativen Verwirklichung sei beispielhaft. Auch für die Zukunft ist einiges geplant: Der „Online-Check“ zum Beispiel bietet eine interaktive Spielplatzkarte, wo Nutzer Feedback und Ideen abgeben können. Weitere Projektideen umfassen erlebbares Spielen, bei dem die Nutzer etwa über Hinweisschilder erfahren, wo es zum nächsten Spielplatz geht, oder Abenteuerspielplätze in einem abgegrenzten, pädagogisch betreuten Areal.

Grünen-Stadträtin Ulrike Seifert zeigte sich froh über die neuen Ansätze und wünschte sich mehr Spielmöglichkeiten speziell für Kinder unter drei Jahren, sowie Rahmenbedingungen, die auch für private Spielplätze gelten. „Es ist ein lernendes System, das sich fortlaufend weiterentwickelt“, sagte dazu Oberbürgermeister Stefan Bosse. „Anregungen werden gerne aufgenommen.“

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