Ein Sportgerät für alle

Buchloe hat jetzt einen Generationen-Bewegungsparcours

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Der Generationen Bewegungsparcours an der Gennach kommt nicht nur beim Buchloer Stadtrat gut an. Inzwischen nutzen Schulen und Sportvereine die vielen Geräte.

Buchloe – Als Stadtrat Hubert Zecherle vor zwei Jahren erstmals die Idee eines Generationen-Bewegungsparcours präsentierte, herrschte anfangs noch Skepsis. Vorige Woche zwei Stunden vor den Haushaltsberatungen, trafen sich die Stadträte an der Gennach, um das fertige Ergebnis in Augenschein zu nehmen und waren schlichtweg begeistert. „Kommen sie in Sportkleidung“, hatte Bürgermeister Josef Schweinberger in die Einladung geschrieben.

Dem Ratschlag folgte aber nicht jeder Stadtrat. Man konnte aber auch in Straßenkleidung die Geräte testen. Bürgermeister Josef Schweinberger balancierte sogar im dunkelblauen Anzug mit Krawatte über die Balken, Rudi Grieb machte dagegen Klimmzüge im Trainingsanzug. Für Hubert Zecherle war es sogar eine Frage der Ehre, in Sportkleidung zu kommen. Immerhin war er es, der mit seiner Beharrlichkeit das Projekt in Bewegung gebracht hatte.

Es war Josef Schweinbergers Wunsch, dass alle Stadtratsmitglieder mindestens eine Übung auf einem der Geräte machte. So übte Evi Kienzle ihren Gleichgewichtssinn auf der schwingenden Plattform und ihr Ratskollege Benjamin Leinsle hangelte sich von Sprosse zu Sprosse. Eine gute Figur machte auch Buchloes 3. Bürgermeister Herbert Barthelmes (CSU) bei den kraftaufwendigen Liegestützen. Aber auch die Verwaltungsangestellten ließen sich nicht lumpen. Während Kämmerer Dieter Streit das balancieren auf dem Drahtseil übte, trainierte Stadtbaumeister Herbert Wagner seine Armmuskulatur auf dem „DIPS“.

Zecherle hatte, wie berichtet, den Wunsch von Jugendlichen nach einem Fitnesspark in den Stadtrat gebracht. Stadtbaumeister Herbert Wagner fand dann das ideale Gelände direkt an der mäandrierenden Gennach hinter dem Gymnasium und der Rathauschef war auf Sponsorensuche gegangen.

Wie richtig der Stadtbaumeister mit der Standortwahl lag, konnte man schon während der Bauarbeiten zu dem Parcours sehen. Obwohl das Gelände noch abgesperrt war, turnten schon die ersten Spaziergänger auf der Baustelle. Jetzt, nach der offiziellen Eröffnung kommen Schulklassen und die Vereinsmitglieder der Sportvereine zu ihren Fitnessübungen auf den Bewegungsparcours. Der Sportwissenschaftler Oliver Seitz begleitet in den nächsten Wochen auf Anfrage auch die Schulen und Sportvereine.

Der Bewegungsparcours verlockt Spaziergänger, Radfahrer und Jogger zu einem kurzen Abstecher zu den Geräten, die so konstruiert sind, dass man sie auch ohne große Anleitung nutzen kann. Jedes Element ist außerdem so aufgebaut, dass man sich von der leichten Einstiegsübung bis zu schweren Übungen stufenlos vorarbeiten kann. Koordination, Kraft und Mobilisation könnten so gestärkt werden. Der Fallschutz aus Holzschnitzel sorgt für die nötige Sicherheit.

An den Geräten sind die Schwierigkeitsstufen in den Farben gelb (leicht), grün (mittelschwer) oder rot (schwer) abzulesen.

Knapp 60.000 Euro hat die Stadt in das Projekt investiert, die Eigenleistungen des Bauhofes mit eingerechnet. Für den Bürgermeister ist das gut angelegtes Geld. Mit der Firma Schmidt Recycling GmbH und der Wohlfahrt Unternehmensgruppe aus Landsberg hatte der Rathauschef außerdem zwei Firmen als Sponsoren gewonnen.

von Siegfried Spörer

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