Auf den Spuren von Kelten und Römern

Attraktiver landkreisübergreifender Fahrrad-Rundweg durchs Wertachtal eröffnet

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Enthüllung einer Infotafel am Radrundweg „Archäologie-Tour Wertachtal“. MdL Bernhard Pohl (v. li.), Mit-Initiator des Weges Werner Paschke, Pforzens 1. Bürgermeister Herbert Hofer, Landrätin Maria Rita Zinnecker, Bad Wörishofens 2. Bürgermeister Stefan Welzel, Kaufbeurens 2. Bürgermeister Gerhard Bucher und Bad Wörishofens Kurdirektorin Petra Nocker.

Pforzen – Ein sowohl gemeinde- als auch landkreisübergreifender Radrundweg ist kürzlich feierlich eröffnet worden. Unter dem Motto „Mit dem Fahrrad auf Entdeckungstour“ können dabei in den Gemeindefluren von Pforzen, Rieden und dem Bad Wörishofener Ortsteil Schlingen eine ganze Reihe von außergewöhnlichen archäologischen Fundstellen besucht werden. Diese sind beredtes Zeugnis dafür, dass das Wertachtal zwischen Kaufbeuren und Bad Wörishofen über Jahrtausende zu den am dichtesten besiedelten Landstrichen des Allgäus gehörte.

Auf einer insgesamt 16 Kilometer langen Fahrrad-Runde besteht die einmalige Gelegenheit, insgesamt elf bedeutende archäologische Punkte, die heute noch im Gelände deutlich sichtbar sind oder durch Ausgrabungen erforscht wurden, zu besuchen. Charakteristische keltische Hügelgräber, sowie etwa 3.500 Jahre alte Gräber aus der Bronzezeit, Reste einer römischen Siedlung, bedeutende alemannische Grabfunde bis hin zu versteckten mittelalterlichen Burg­anlagen und einer frühmittelalterlichen Holzkirche gilt es zu entdecken. Informationstafeln helfen dabei, die Geschichte unserer Heimat den Besuchern näher zu bringen.

Pforzens ehemaliger zweiter Bürgermeister Werner Paschke, der auch heute noch als Archivar und Chronist tätig ist, kann als Urheber des Ganzen bezeichnet werden. Vor mehr als 20 Jahren wurde die Idee für ein derartiges Projekt geboren. Mit den Archäologen Volker Babucke und Dr. Ursula Ibler konnten zwei Fachleute dazu gewonnen werden, die mit Begeisterung und dem entsprechenden Fachwissen für eine erfolgreiche Umsetzung sorgten. Nachdem auch der heutige zweite Bürgermeister von Pforzen Josef Freuding dieser „Archäologie-Tour Wertachtal“ stets sehr positiv und aufgeschlossen gegenüber stand, konnte nun letztendlich dieses interkommunale Projekt, auch über eine Landkreisgrenze hinweg, verwirklicht und abgeschlossen werden.

An die 100 Teilnehmer, darunter auch annähernd 30 Radfahrer aus Bad Wörishofen, waren zur Eröffnung und Enthüllung einer Infotafel nach Pforzen zum dortigen „Info-Point“ in den Wertachauen gekommen. Musikalisch umrahmt durch die Musikkapellen Pforzen und Schlingen fand hier die offizielle Eröffnung des Radrundweges „Archäologie-Tour Wertachtal“ statt.

Pforzens erster Bürgermeister Herbert Hofer freute sich in seiner Begrüßung über die so zahlreich erschienenen Gäste und dankte allen, die zum Gelingen des Ganzen beigetragen haben. Ein besonderes Dankeschön richtete Hofer dabei an Riedens Bürgermeisterin Inge Weiß und an die Stadt Bad Wörishofen, die ihren zweiten Bürgermeister Stefan Welzel als Vertreter geschickt hatte. „Ungeachtet von Gemeinde- und Landkreisgrenzen ist hier etwas ganz Besonderes entstanden“, so Pforzens Gemeindeoberhaupt.

Auch die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker lobte in ihrem Grußwort die eng verzahnte kommunale Zusammenarbeit. „Drei Kommunen, zwei Landkreise, zwei Konzepte und eine tolle Idee sind hier vereint“. Dabei würdigte sie das erfolgreiche „Miteinander“ der Gemeinden Pforzen und Rieden auf der einen, und Schlingen, Bad Wörishofen auf der anderen Seite. „Hier treffen sich in idealer Art und Weise Ostallgäu und Unterallgäu“, so die Landrätin, die in diesem Zusammenhang eine zunehmende Vernetzung der beiden Landkreise sieht.

von Klaus-Dieter Körber

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