Vorausgedacht

Stadt Buchloe kauft Fristo-Gelände – Sozialer Wohnungsbau möglich

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Als alle Bürgermeisterkandidaten im Wahlkampf noch bezahlbaren Wohnraum forderten, hatte Bürgermeister Josef Schweinberger schon längst Verhandlungen mit dem Getränkehändler Fristo über den Kauf eines passenden Grundstückes geführt. Fristo baut neu im Gewerbegebiet. So konnte die Stadt das Grundstück erwerben, um dort Sozialwohnungen zu bauen.

Buchloe – Josef Schweinberger wäre nicht er selbst, hätte er nicht das Gespür dafür besessen, wie er die Stadt Buchloe voranzubringen kann. Der Bürgermeister, der nun seit einigen Tagen im Ruhestand ist, hat in den letzten Monaten seiner Amtszeit ein Projekt vorangetrieben.

Das kannlangfristig positive Folgen für die Stadt aber auch für den Stadtsäckel haben kann. Die Rede ist vom Betriebsgelände des Getränkehändlers Fristo.

Die in der Amberger Straße angesiedelte Firma platzt nach eigenen Angaben aus allen Nähten und wird deshalb neu im Gewerbegebiet bauen. Der ehemalige Rathauschef verhandelte lange mit der Geschäftsführung und erzielte eine Einigung. Die Stadt kaufte das 12.400 Quadratmeter große Gelände samt den Gebäuden.

Schweinberger hätte das Gelände mit Sicherheit nicht ohne klare Vorstellungen darüber, was man damit anfangen kann, erstanden.Das Verwaltungsgebäude soll bleiben, betonte der Rathauschef gegenüber unserer Zeitung. Für die zukünftige Nutzung hat Schweinberger bereits konkrete Ideen. Wie die genau aussehen, darüber hält sich der ehemalige Bürgermeister noch bedeckt. Die diplomatische Formulierung lautet: „Das Gebäude wird einer späteren Verwendung zugeführt“. Das wird allerdings nicht vor Ende 2022 sein, denn bis dahin benötigt Fristo das Gebäude noch selbst.

Verkaufen und Bebauen

Die Hallen des Getränkehändlers sollen abgerissen werden. Auf der rund 10.000 Quadratmeter großen Fläche können, so Schweinberger, auf rund 5000 Quadratmeter Sozialwohnungen entstehen. Die weiteren 5000 Quadratmeter könne man auf dem freien Markt verkaufen.

Noch ist das Fristo-Gelände als Gewerbegebiet ausgewiesen. Um Wohnbebauung zuzulassen, muss das Areal als Mischgebiet ausgewiesen werden. Buchloes Stadtrat beschloss kürzlich, die notwendigen vorbereitenden Maßnahmen einzuleiten. Dazu gehören Schallschutz- und Bodengutachten und die Vorbereitung eines Planungswettbewerbs für Architekten.

Zuschüsse vom Staat

Wie viele Wohnungen im Sozialen Wohnungsbau entstehen, soll der Architektenwettbewerb ergeben. Gleiches gilt für das städtebauliche Bild der Wohnanlage. Für den Bau von Wohnung im Sozialen Wohnungsbau gibt es Zuschüsse vom Freistaat. Voraussetzung ist, dass die Stadt selbst baut. Zu klären ist aber noch die Frage, ob sie auch als Betreiber auftreten muss. Diese Frage muss der Bürgermeister noch klären.

Siegfried Spörer

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