Knappe Entscheidungen

Stadt Buchloe legt Konzept der Feuerwehren für 2025 fest

Buchloe Feld
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Wie eigens für die Stadtratssitzung arrangiert: Neben der Reinigungs- und Sicherungsverordnung spielten auch die Bäume und das Feuerwehrwesen eine Rolle.

Buchloe – Meist sind Beschlüsse im Stadtrat relativ klar, oft werden Entscheidungen sogar einstimmig getroffen. Nicht so im Fall der zehnten Sitzung des Stadtrates in Buchloe. Sowohl beim Tagesordnungspunkt, der die etwaige Digitalisierung der Arbeitskreise betraf, als auch bei der Anschaffung zusätzlicher Mannschaftstransportwägen für die Ortsteilfeuerwehren zählte am Ende jede Stimme

In der vergangenen Hauptausschusssitzung wurde das Feuerwehrkonzept 2025 für die Stadt Buchloe bereits ausführlich behandelt. Einstimmig hatte sich das Gremium Ende Januar dafür ausgesprochen, dass insgesamt vier neue Fahrzeuge angeschafft werden sollen, um ältere Fahrzeuge, die ausgedient haben, zu ersetzen. So soll Buchloe selbst zwei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge bekommen, die Feuerwehren Lindenberg und Honsolgen jeweils ein Mittleres Löschfahrzeug und einen Schlauchanhänger. Diese Anschaffungen wurden von niemandem im Saal angezweifelt. Schließlich sei es die kommunale Pflichtaufgabe der Stadt, die Feuersicherheit und die Technische Hilfeleistung zu gewährleisten, so Bürgermeister Robert Pöschl. Deutlich mehr Diskussionsbedarf gab es bezüglich der Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens (MTW) für die Feuerwehren Honsolgen und Lindenberg. Beide Wehren hatten einen Antrag auf eine derartige Beschaffung gestellt.

Im Beschlussvorschlag war angedacht, diese Fahrzeuge erst anzuschaffen, wenn die Fördervoraussetzung erfüllt werden können. Dazu gehört auch der dauerhafte Nachweis von mindestens vier Atemschutzgeräteträgern. Dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen war, zeigte in gewisser Weise auch die Anwesenheit aller drei Kommandanten. Mit Sebastian Schweighofer (CSU) sitzt der Lindenberger Kommandant sogar im Stadtrat. Am Ende stimmten die Anwesenden mit 13:11 Stimmen für den Erwerb zweier gebrauchter MTW inklusive entsprechender baulicher Maßnahmen an den Feuerwehrgerätehäusern für die Unterbringung. Die Befürworter möchten so das außerordentliche Engagement der Wehren, sowie ihre Bedeutung für Gesellschaft und Tradition belohnen. Pöschl sprach allen Feuerwehrmännern und -frauen seinen Dank für die unzähligen ehrenamtlich geleisteten Stunden aus. So war es nicht verwunderlich, dass auch der Anschaffung neuer Schutzkleidung ohne Gegenstimme zugestimmt wurde.

Ein Vorschlag der Verwaltung, dass Arbeitskreise zukünftig auch online tagen könnten, stieß dagegen auf mehr Widerspruch. Der Tagesordnungspunkt war aus der Idee heraus entstanden, jegliche vermeidbare Begegnung in Zeiten der Pandemie zu reduzieren. Der Antrag, diesen Vorschlag zurückzustellen, wurde abgelehnt (12:12 Stimmen). Mit 16:8 Stimmen wurde dagegen beschlossen, dass eine Onlinetagung trotz aller sicherheitstechnischen und demokratischen Bedenken im Falle eines Arbeitskreises möglich sein soll.

Wiederum einstimmig wurde Pöschl als Vertreter der Stadt für die Heilig-Geist-Bürgerstiftung entsandt.

Auch die Reinigungs- und Sicherungsverordnung Buchloes war Gegenstand der Sitzung. Zwar wurde hier lediglich ein Rechtszitat am Anfang eingefügt, angesichts des zurückgekehrten Winters sei hier aber noch einmal an die Sicherungspflicht der Anlieger entsprechend der Ordnung erinnert (siehe eigenen Bericht).

Zuletzt wurde auch über ein mögliches Logo für die Kita Franziskus diskutiert. Hier konnte noch keine Einigung erzielt werden. Es ließ sich aber vermehrt heraushören, dass viele Anwesende im Saal ein Beibehalten der alten Fassadenmalerei in irgendeiner Form begrüßen würden. Nachträglich wollte Pöschl auch die schnelle Ersatzpflanzung an der Kita mit aufnehmen, nachdem die Fällung alter Bäume dort für viel Unmut gesorgt hatte (wir berichhteten). Sein Vorhaben scheiterte allerdings an drei Gegenstimmen. Das Thema wird nun in der nächsten öffentlichen Sitzung behandelt.

Agnes Reißner

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