Stadt Kaufbeuren dankt ehren- und hauptamtlichen Rettungs- und Hilfskräften

"Wir brauchen Sie!"

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Die Versicherungskammer Bayern übergab einen Schaumtrainer zur Ausbildung der Feuerwehrleute.

Kaufbeuren – Zum traditionellen „Blaulicht-Empfang“ hatte die Stadt vergangene Woche die Vertreter der verschiedenen Blaulichtorganisationen eingeladen. Damit dankte die Stadt den vielen ehrenamtlichen Rettungs- und Hilfskräften. Vorher wurden ein neues Katastrophenfahrzeug und ein Verkehrssicherungsanhänger gesegnet.

Etwa 100, zumeist ehrenamtliche Helfer von Freiwilliger Feuerwehr, Technischem Hilfswerk THW, Bayerischem Roten Kreuz (BRK), Wasserwacht, Bergwacht und DLRG trafen sich zum Gedankenaustausch untereinander und mit dem hauptamtlichen Sicherheitspersonal von Polizei, Zoll, Bundeswehr und Notärzten im ehemaligen Ballenlager im Momm-Gewerbepark. „Wir sagen mit diesem Empfang Danke an die vielen engagierten Blaulichtorganisationen, die wir hier in Kaufbeuren haben“. Mit dieser Danksagung begrüßte Oberbürgermeister Stefan Bosse die zahlreichen Gäste. „Wir wollen in dieser Blaulichtfamilie einen guten Kontakt zueinander haben, denn wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen, wenn es darauf ankommt“. Man solle wissen, mit wem man gemeinsam in den Einsatz gehe und dass man sich aufeinander verlassen könne.

OB Stefan Bosse begrüßte beim Blaulicht-Empfang zahlreiche ehren- und hauptamtliche Rettungs- und Hilfskräfte.

Dass die Stadt auch in Zeiten großer finanzieller Beanspruchungen zu den Blaulichtorganisationen stehe, zeige nach dem Kraftakt beim Bau des Eisstadions auch das geplante Millionenprojekt mit dem Bau der neuen Feuerwache, so Bosse.

Der frisch wiedergewählte Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) grüßte und bedankte sich für den täglichen Einsatz der Organisationen: „Sie stellen unsere Sicherheit, unser Sicherheitsnetz dar. Dafür brauchen Sie bestmögliche Ausstattung“. Dafür sorge unter anderem der Bund, erklärte Stracke und bezog sich dabei auf das Katastrophenschutzfahrzeug, welches seit Anfang Oktober bei der Freiwilligen Feuerwehr in Betrieb ist. Abschließend dankte er nochmals den Ehren- und Hauptamtlichen und freute sich auf die anschließenden Gespräche: „Das Miteinander unter den Blaulichtorganisationen darf nicht zu kurz kommen“.

Auch Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl (Freie Wähler) dankte den Anwesenden und lobte Stracke stellvertretend für die Aktivitäten des Bundes in Form des kostenfrei bereitgestellten Katastrophenschutzfahrzeuges. Auch die bayerische Staatsregierung gebe das Geld für die Sicherheit gerne aus, denn sie wisse es in guten Händen. Mit Blick auf die Kosten zog Pohl einen Vergleich zu Nordrhein-Westfalen, in dem vergleichbare Städte wie Kaufbeuren nur Berufsfeuerwehren hätten. In Bayern seien dies lediglich acht vergleichbare (Groß-)Städte. Er rief den Anwesenden zu: „Bleiben Sie dabei, wir brauchen Sie!“

Anschließend zogen die Anwesenden in das eigens geöffnete Feuerwehrmuseum, um sich im Ambiente von Zeit- und Entwicklungsgeschichte der Feuerwehr beim Buffet und Bier mit den Kollegen anderer Blaulichtorganisationen auszutauschen.

Eine Stunde vorher hatte man vor dem Ballenlager die neuen Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Kaufbeurens gefeiert. Neben dem bereits erwähnten Schlauchwagen wurde vom katholischen Stadtpfarrer Bernhard Waltner und dem evangelischen Pfarrer Alexander Böhm in einer gemeinsamen Zeremonie auch ein Verkehrssicherungsanhänger mit aufklappbarer Tafel mit Leuchtzeichen gesegnet. Dieser ist bereits für einen vierspurigen Einsatz ausgerüstet und steht somit für den Ausbau der B12 bereit.

Für die Ausbildung der Feuerwehrleute übergab der Referent für Feuerwehrförderung der Versicherungskammer Bayern VKB, Florian Ramsl, einen Schaumtrainer, eine Löschanlage in verkleinertem Maßstab, „um im Kleinen zu üben, was im Großen aus Kosten- und Umweltgründen nicht möglich ist“. Den Elan beim Aufbau des Feuerwehrmuseums Kaufbeuren-Ostallgäu unterstützte die Versicherungskammer mit einem Spendenscheck über 3.000 Euro.

von Wolfgang Krusche

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