Neubau mit 42 barrierefreien Wohnungen für 56 Bewohner

Neubau für Senioren

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So soll der Neubau mit Wohnungen für sozial schwächere Senioren an der Augsburger Straße aussehen.

Kaufbeuren – An der Augsburger Straße soll angrenzend zum Alten- und Pflegeheim der Hospitalstiftung ein Neubau mit 42 barrierefreien Wohnungen für 56 Bewohner entstehen. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 6,5 Millionen Euro, welches entgegen ursprünglichen Plänen nicht von der Hospitalstiftung, sondern vom Eigenbetrieb Immobilien der Stadt umgesetzt werden soll, wie Christian Mandl als Hochbauleiter der Stadt erläuterte.

Mit einer Gegenstimme empfahl der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung das Projekt dem Stadtrat zur Genehmigung. Die frühere Unterkunft für Asylbewerber soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Das jüngst im Bau- und Umweltausschuss von dem Münchner Architekturbüro Haindl + Kollegen vorgestellte Konzept sieht barrierefreie Zwei- und Dreizimmerwohnungen für bis zu zwei Personen vor (siehe Infokasten). Zielgruppe sind ältere Personen mit körperlichen Einschränkungen, insbesondere aus den sozial schwächeren Teilen der Bevölkerung. Während Gestaltungsbeirat und eine breite Mehrheit der Ausschussmitglieder Zustimmung signalisiert hatte, war Dr. Thomas Jahn (CSU) nicht einverstanden. Er kritisierte die Kubatur des Baukörpers mit Flachdach, welche nicht zum Ensemble denkmalgeschützter Bauten in der Nachbarschaft passe und sprach von einer „Schuhschachtelbauweise von Flensburg bis Kaufbeuren“. Bürgermeister Gerhard Bucher (CSU) und Wirtschaftsreferent Siegfried Knaak stellten heraus, dass die Wirtschaftlichkeit vor Optik gehe und sich das Gebäude mit dem bestehenden Teil des Seniorenheimes ergänze.

Da die Hospitalstiftung bezogen auf die Gesamtkosten lediglich Fördergelder von maximal 174.000 Euro generieren könnte, schlug die Verwaltung vor, dass der Eigenbetrieb Immobilien der Stadt die Trägerschaft übernehmen soll. Zur Förderung des kommunalen sozialen Wohnungsbaus hat die Staatsregierung ein eigenes Förderprogramm aufgelegt. Dadurch ist es möglich, eine staatliche Förderung in Höhe von 2,05 Millionen Euro und ein zinsverbilligtes Darlehen von 4,1 Millionen Euro zu erhalten.

von Wolfgang Becker

Zahlen und Fakten:

Haupteingang an der Nord­ostecke mit Zugang von der Beet­hovenstraße über eine Rampe/Treppe, die den Höhenunterschied zum EG-Niveau des Bestandes ausgleicht. Im 1. und 2. OG sind die Wohnungen barrierefrei an das bestehende Alten- und Pflegeheim angebunden. Insgesamt sind die 42 Wohnungen über drei Treppenhäuser und einen Aufzug sowie Laubengänge miteinander verbunden.

" 28 Zweizimmerwohnungen für eine Person à 46,73 qm,

" 10 Zweizimmerwohnungen für zwei Personen à 56,2 qm,

" 4 Dreizimmerwohnungen für zwei Personen à 64 qm.

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