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Stadtmauer und Altstadtpflaster

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Von: Wolfgang Becker

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Pflaster Fußgängerzone Kaufbeuren
Die Münzhalde in Kaufbeuren soll barrierefrei werden. Geplant ist ein Kleinsteinpflaster und ein einheitliches Bodenniveau. © Becker

Kaufbeuren – Die Stadt Kaufbeuren hatte im Jahr 2021 Finanzhilfen in Höhe von 900.000 Euro für Maßnahmen in der Altstadt aus dem Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren“ und 180.000 Euro aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ erhalten. Nunmehr werden für das Jahr 2022 ebenfalls ergänzende Einzelmaßnahmen in Abstimmung mit der Regierung von Schwaben angemeldet. In der Altstadt stehen die Sanierung der Stadtmauer und die Erneuerung des Pflasters an der Münzhalde im Vordergrund. In Neugablonz soll das integrierte Handlungskonzept 2007/2008 nach aktuellem Stand untersucht und fortgeschrieben werden. Die Projekte wurden in der letzten Bauausschusssitzung seitens der Verwaltung vorgestellt.

Zu den angemeldeten Maßnahmen bei der Regierung von Schwaben gehört unter anderem die Stadtmauer, da sich Teile davon in einem sanierungsbedürftigen Zustand befinden. Um den weiteren Erhalt zu gewährleisten, sind Sanierungsmaßnahmen notwendig. Als erster Bauabschnitt soll die Stadtmauer im Bereich zwischen Hirschkeller und Hexenturm saniert werden.

Barrierefreier Umbau

Die Straßenräume in der Altstadt sollen eine barrierefreie Gestaltung erhalten. Durch die Verwendung von Kleinsteinpflaster soll insbesondere zwischen dem Hafenmarkt und der Fußgängerzone eine bessere Begehbarkeit erreicht werden. Gehwege und Fahrbahn haben derzeit nicht nur ein unterschiedliches Höhenprofil, sondern bestehen zudem aus groben Pflastersteinen. „Dieser Bereich war schon immer ein Problem, mit Kleinsteinpflaster können wir hier Abhilfe schaffen“, sagte Baureferent Helge Carl. Ulrike Seifert (Grüne) schlug vor, doch durch Abschleifen des bestehenden Pflasters – sie nannte Sonthofen als Beispiel – hier eine Verbesserung zu erreichen. Dem widersprachen nicht nur der OB, sondern auch Tiefbauleiter Uwe Seidel und Robert Klauer (KI), Fachmann in Sachen Straßenbau. Zum einen seien die jetzigen Steine nicht fugenfrei einbetoniert verlegt und könnten sich deshalb lockern. Zum anderen sei die Überwölbung zu hoch. Auch der Übergang beim Modepark Röther habe diese Problematik aufgezeigt.

Weitere Projekte

Nach dem Abbruch des alten Eisstadions zeigt das integrierte Stadtentwicklungskonzept laut Bauverwaltung den Jordanpark als „strategisches Schlüsselprojekt“ auf, denn die entstandenen Flächen gelten als wesentliche Maßnahme für die Sanierung des Jordanparks. Hier könnte der Abbruch nachträglich ein förderfähiges Projekt sein. Auch für das kommunale Förder- und Geschäftsflächenprogramm wird eine Förderung beantragt. Dadurch könnten Eigentümer von Immobilien in der Altstadt aktiviert werden, um mit Fassadensanierungen laut Vorlage „den öffentlichen Raum durch gestalterische Maßnahmen an Wohn-, Geschäfts- und Lagergebäuden zu stärken und das Wohnumfeld nachhaltig zu verbessern sowie die differenzierten Funktionen der Altstadt zu bewahren und aufzuwerten“.

In Neugablonz ist neben der ergänzenden Untersuchung zur Rahmenplanfortschreibung auch die Freiraumgestaltung im Wohnquartier Falkenstraße im Fokus. Die öffentlichen Freiflächen inklusive Spielplatz sollen im Zuge einer Neubebauung des Bereichs neu gegliedert und umgestaltet werden.

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