Finanzielle Hilfe für Feuerwehrmuseum

+
Nach der Bewilligung von einem Großteil der Mietkosten für die Halle auf dem Momm-Gelände durch die Stadt Kaufbeuren hat Helmut Winkler mit seinem Verein Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu nun auch beim Landkreis zumindest einen Teilerfolg erzielt.

Kaufbeuren – Die Zukunft des Feuerwehrmuseum Kaufbeu­ren-Ostallgäu ist gesichert. Die Stadt Kaufbeuren und der Landkreis Ostallgäu bewilligten im Verwaltungs-, beziehungsweise Kreisausschuss die Übernahme der Mietkosten für fünf Jahre. Damit kann der Feuerwehrmuseumsverein nun alle Ausstellungsstücke unter einem Dach auf dem Momm-Gelände ausstellen.

Der Landkreis unterstützt den Verein mit 200 Euro monatlich, was zehn Prozent der Kaltmiete entspricht, und die Stadt gestand einen Zuschuss in Höhe von 1800 Euro zu. Damit sind die kompletten Kosten der Kaltmiete gedeckt. Mit dieser finanziellen Unterstützung ist der Verein nicht mehr gezwungen, die Exponate auf zwei Gebäude zu verteilen, wie es bisher mit der Spittelmühle und dem Erdgeschoss einer Backsteinhalle der Fall ist.

Die von den Mitgliedern des Vereins angestrebte Einhäusigkeit kann nun umgesetzt werden, denn der gewährte Zuschuss aus öffentlichen Mitteln ermöglicht, dass der Feuerwehrverein die komplette Backsteinhalle mieten und beziehen kann. „Das bedeutet, die jetzigen Museumsräumlichkeiten in der Spittelmühle werden in das Depot im Momm-Gewerbepark integriert“, freut sich Vereinsvorsitzender Helmut Winkler. Auf 1150 Quadratmetern „können die Besucher dann auf zwei Etagen die Geschichte der Feuerwehr vom Mittelater bis ins 20 Jahrhundert erleben“.

Allerdings debattierten die Mitglieder im Kreisausschuss über die finanzielle Unterstützung des Landkreises. „Ich stimme gegen die Bezuschussung, auch wenn wir alle an unseren Feuerwehren hängen. Eine Ablehnung würde dazu führen, dass ein richtiges Konzept mit guter Vorbereitung entwickelt werden müsste. Das aktuelle Konzept ist für mich nicht langfristig“, sagte Wolfgang Hannig (SPD Marktoberdorf).

 Buchloes Bürgermeister Josef Schweinberger (CSU) hingegen stimmte der Lösung für fünf Jahre zu, schloss sich Hannig jedoch an und fordert für die „Zwischenzeit eine neue, langfristige und tragfähige Lösung für das Museum“.

Kaspar Rager (Germaringen, CSU) unterstützte den Mietzuschuss: „Der Landkreis sollte sich beim Feuerwehrmuseum auf jeden Fall erkenntlich zeigen, schließlich sind dort auch viele Exponate aus dem Landkreis ausgestellt“. Und auch für Michaela Waldmann (Pfronten, CSU) „sind zehn Prozent der Mietkosten als Zuschuss vom Landkreis angesichts der vielen Einsatzstunden der Feuerwehren völlig OK“. Am Ende stimmten zwei Ausschussmitglieder dagegen.

Bernhard Pohl, MdL (Freie Wähler), begrüßte die Bezuschussung des Kreisausschusses. Dies sei „eine Anerkennung der unermüdlichen Arbeit der Verantwortlichen“, erklärte er in einer Pressemitteilung.

Mit viel Eigeninitiative werden die Mitglieder des Trägervereins bei der Einrichtung selbst Hand anlegen. Jetzt startet der Verein einen Spendenaufruf: „Zur weiteren Finanzierung wie Nebenkosten und Museumseinrichtungen suchen wir noch Mitglieder und Spender“, berichtet Winkler. Über die Kreisbrandinspektion des Landkreises und dem Beiratsmitglied im Feuerwehrmuseum Kreisbrandrat Markus Barnsteiner seien die Feuerwehren der Region angeschrieben und um deren Mitgliedschaft gebeten worden.

von Martina Staudinger und Michaela Frisch

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Lebensabschnitt wartet
Neuer Lebensabschnitt wartet
Kurs steht wohl auf Neubau
Kurs steht wohl auf Neubau
"Von Bürgern für Bürger"
"Von Bürgern für Bürger"
Mehr Platz für Motorräder
Mehr Platz für Motorräder

Kommentare