Blick nach vorne

Stadt Kaufbeuren will Bedarfslücke von 517 Kinderbetreuungsplätzen bis 2025 schließen

Kindergarten Guter Hirte Neugablonz - Seitenansicht
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In der Kindertagesstätte Guter Hirte in Neugablonz ist eine Erweiterung um 40 Plätze bis 2025 vorgesehen.

Kaufbeuren – Alles rund ums Kind: Die letzte Bauausschusssitzung der Stadt Kaufbeuren in diesem Jahr beschäftigte sich fast ausschließlich mit dem mittelfristigen Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen. Denn laut Prognose ist bis 2025 ein Gesamtbedarf von 603 Plätzen für unter Dreijährige (Krippe) und 1.753 Plätzen für drei- bis sechsjährige Kinder (Kindergarten) gegeben.

Zum jetzigen Stand gibt es in Kaufbeuren 339 Betreuungsplätze für Krippenkinder und 1.509 Plätze für Kindergartenkinder, verteilt auf städtische Kindertagesstätten sowie auf freie und kirchliche Träger. Wie Baureferent Helge Carl deutlich machte, müsse in den nächsten Jahren die momentane Bedarfslücke von 517 Betreuungsplätzen geschlossen werden, da mit einer steigenden Geburtenrate und mehr Zuzug zu rechnen sei. Allerdings werden die Einrichtungen in der Heinzelmannstraße (Postgebäude), im Gemeindezentrum am Matthias-Lauber-Haus und der Bestandsbau Grünwalder Straße künftig nicht mehr zur Verfügung stehen. In der Planungsphase stehen bereits sieben Einrichtungen. 65 Plätze werden im Kolpinghaus bis 2023 geschaffen. 40 Betreuungsplätze sind am Espachstift bis 2024 vorgesehen. Im Stadtteil Neugablonz können in den nächsten Jahren bis zu 450 Plätze geschaffen werden. Konkret ist von der provisorischen Krippe in der Turnerstraße, der Kindertagesstätte Guter Hirte, vom Kinderhaus Falkenstraße, dem Waldkindergarten Mosaik beim Freibad und vom Kinderhaus in der Grünwalder Straße die Rede. Dies reicht aber bei Weitem nicht, um die Bedarfslücke schließen zu können, so Carl. Mit dem Erweiterungsbau des städtischen Kindergartens St. Peter und Paul, dem Kinderhaus Markgrafenstraße (beides im Stadtteil Haken) sowie der Umnutzung des Pfarrhofes in Oberbeuren könnten weitere Plätze geschaffen werden. Die Mitglieder des Bauausschusses waren sich einig: Es gibt immensen Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen. Ohne Gegenstimme wandert dieses wichtige Thema in die am kommenden Dienstag angesetzte Stadtratssitzung.

Diskutiert wurde unter anderen auch über den Neubau eines Kinderhauses am Freibad Neugablonz. Auf einer Fläche von 911 Quadratmetern sind 150 Betreuungsplätze geplant. Der Neubau der Einrichtung wird nach dem Finanzausgleichsgesetz gefördert: 4.888 Euro pro förderfähige Fläche. Über die Verfahrensweise gab es unterschiedliche Meinungen. Während drei Ausschussmitglieder ein einfaches Verfahren befürworten, um auch die zusätzlichen Kosten von 70.000 Euro einzusparen, entschied sich die Mehrheit für einen Planungswettbewerb. Das hat zur Folge, dass es somit ein breiteres Angebot von Lösungsvorschlägen gibt, die von einer anonymisierten Jury bewertet wird. Obwohl nun die Mehrheit für den Planungswettbewerb sei, könne dies der Stadtrat laut Oberbürgermeister Stefan Bosse aber auch anders sehen.

Holzbrücke bleibt weiterhin gesperrt

Erst im Frühjahr 2021 soll die Brücke repariert werden.

Rund 100.000 Euro wird es kosten, die Holzbrückenüberführung über die Neugablonzer Straße reparieren zu lassen. Verschiedene Möglichkeiten der Sanierung wurden in Erwägung gezogen. Nun soll ein Längsträger getauscht werden. Die Umsetzung wird allerdings erst im Frühjahr 2021 vollzogen. Bis dahin müssen Fußgänger und Radfahrer einen Umweg nehmen, da die Brücke gesperrt bleibt. Wie berichtet, hat ein Lkw-Fahrer die Holzbrücke beschädigt. Nach Holzfällarbeiten vergaß er, den auf dem Lkw befindlichen Kran komplett einzufahren. Die Folge: Ein Stück der Brücke wurde mitgerissen.

von Stefan Günter

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