Weil das Rote Kreuz ohnehin der Betreiber der Pflegeeinrichtung ist

Stadt Marktoberdorf will, dass BRK das Seniorenheim nimmt

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Das Gulielminetti-Heim an der Peter Dörfler-Straße in Marktoberdorf.

Marktoberdorf – „Wir wollen langfristig eine gute Lösung für die Mitarbeiter und für die Pflegebedürftigen.“ Mit diesem Satz nimmt Thomas Hofmann, er ist Geschäftsführer beim BRK-Kreisverband Ostallgäu, Stellung zu Überlegungen bei der Stadt Marktoberdorf. Kommunalpolitiker wollen das Gebäude, in dem das Senioren- und Pflegeheim an der Peter-Dörfler-Straße untergebracht ist (Gulielminetti-Haus), dem Betreiber übereignen. Und dies ist das Rote Kreuz.

Die Stadt Marktoberdorf hatte das Haus erbaut. Geführt wird es seit Anfang der siebziger Jahre vom Roten Kreuz. Der BRK-Kreisverband Ostallgäu hat im Landkreis vier Seniorenheime – zwei in Füssen und zwei in Markt­oberdorf. Drei davon befinden sich in eigener Liegenschaft.

Beim Gulielminetti-Heim ist das anders. Das Gebäude gehört der Stadt. Das Rote Kreuz bezahlt dafür Miete. Dort kümmern sich 130 Beschäftigte und 60 ehrenamtliche Mitarbeiter um die Senioren und um die Pflegebedürftigen. Zur Verfügung stehen 128 Plätze.

In einer Hand

In der Kommunalpolitik gibt es Bestrebungen, das Gebäude des Altenheimes zu verkaufen. Eigentümer und Betreiber soll der gleiche Verband sein, heißt es. Zuletzt hat Stadtrat Eduard Gapp (CSU) bei den Haushaltsberatungen nachgefragt. Über mehrere Jahre hatte die Kommune in das bald 50 Jahre alte Gebäude eine hohe Summe investiert – vor allem um behindertengerechten Standards und dem Brandschutz zu entsprechen.

Von Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell kommt dazu die Ansage, dass es sehr wohl das Bestreben der Stadt sei, die Immobilie auf das Rote Kreuz zu übertragen. Der Rathauschef findet es besser, wenn der Betreiber auch der Eigentümer sei. Es hätten bereits Gespräche zwischen Stadt und BRK-Kreisverband stattgefunden. Doch sei zu bedenken, dass die Stadt bis Ende des Jahres 2021 an laufende Vertragsfristen gebunden sei. Dies habe auch damit zu tun, dass man als Eigentümer für den Bau und für Sanierungen Zuschüsse bekommen habe.

Frühestens 2022

Eine Entscheidung könne mit Rücksicht auf vertragliche Konstellationen frühestens 2022 getroffen werden, gibt Geschäftsführer Hofmann vom BRK-Kreisverband Ostallgäu zu bedenken. „Wir als Betreiber sind daran interessiert, langfristig eine gute Lösung zu finden“, fasst er seine Antwort eher allgemein ab.

Ein Anliegen ist Hofmann freilich wichtig: Er meint damit, dass durch eine frühzeitige Diskussion Bewohner bzw. Angehörige verunsichert werden könnten. Entscheidendes Kriterium sei aber nicht, wem das Gebäude des Seniorenheimes gehöre, sondern dass Mitarbeiter des Roten Kreuzes dort gute Arbeit verrichten und sich Senioren dort wohlfühlen – egal wer Eigentümer ist. Im Übrigen gebe es eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Die Kommune habe ein „offenes Ohr“, wenn das BRK als Mieter Anliegen vorbringe.

jj

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