Stadt sieht sich auf guten Weg

Um die gesetzlichen Vorgaben zur Betreuung von Kleinkindern zu erreichen, setzt die Stadt Kaufbeuren auf mehrere Angebote. Dazu gehören laut dem Leiter der Abteilung Kinder, Jugend und Familie, Werner Maurer, die reinen Krippenplätze, die Tagespflege sowie die so genannten U3-Kindergärten.

Wie berichtet, sehen die gesetzlichen Vorgaben vor, bis zum Jahr 2013 bayernweit für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsangebot zu schaffen. Die Stadt Kaufbeuren sieht sich dabei auf einem guten Weg. So schreitet derzeit der Ausbau der Kinderkrippen voran. Seit einer Bedarfsermittlung vor gut zwei Jahren wurden drei weitere Krippengruppen mit je zwölf Ganztagsplätzen als bedarfsnotwendig anerkannt. Im Kindergarten Guter Hirte in Neugablonz hat man inzwischen mit dem Ausbau einer Krippengruppe begonnen. Eröffnet wird sie Anfang des nächsten Jahres. Für je eine Gruppe in der Kindertagesstätte St. Ulrich in Kaufbeuren und in der städtischen Kindertageseinrichtung Blattneiweg wurde die Planung abgeschlossen, ein Förderantrag bei der Regierung von Schwaben gestellt. Als Abschluss der Krippenplanung soll nun noch eine zusätzliche Krippengruppe mit zwölf Ganztagsplätzen erreichtet werden. Diese Krippengruppe sollte laut Maurer unter Berücksichtigung sozialer Aspekte im Haken unter der Trägerschaft von St. Peter und Paul entstehen. Einen entsprechenden Beschluss hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung gefasst. Unterm Strich ergeben sich so 117 Plätze mit einem Deckungsgrad von über 17 Prozent. Weitere elf Prozent ergeben sich durch die Betreuung der Kinder unter drei Jahren in Kindergärten. Der verbleibende Betreuungsbedarf bei Kindern bis zu drei Jahren soll, so Maurer, entweder über die Tagespflege oder durch Belegung von freien Plätzen in Kindergärten abgedeckt werden. Mit Blick auf die Tagespflege verspricht sich das Jugendamt vor allem eine hohe Flexibilität durch die Qualifizierung von Tagesmüttern. Eigens hierfür nimmt die Stadt an einem Förderprogramm des Bundes teil, mit dem jährlich rund 15 Tagesmütter qualifiziert ausgebildet werden können. Aktuell können so rund 46 Betreuungsplätze angeboten werden, was einem Deckungsgrad von 4,5 Prozent entspricht. Gebühren angeglichen Um allerdings die Konkurrenzsituation zwischen Kindergärten und Krippen gering zu halten, hat der Stadtrat jüngst beschlossen, die Gebühren hierfür anzuheben. Da die Kinder unter drei Jahren wegen des erhöhten Aufwandes in Kindergärten ohnehin zwei Plätze belegen müssen, seien Gebühren in der Höhe der geltenden Krippengebühren angemessen. Sonst bestehe die Gefahr, dass Eltern aufgrund niedrigerer Gebühren ihre Kinder lieber in den Kindergarten geben, als in der für diese Altersklasse besser ausgestattete Kinderkrippe. Um den betroffenen Eltern eine entsprechende Vorlaufzeit einzuräumen, soll die Regelung erst zum Kindergartenjahr 2011/ 2012 in Kraft treten. Darunter fallen auch die freien Träger. Auch sie haben sich laut Verwaltung vertraglich verpflichtet, die Gebührensätze der städtischen Einrichtungen analog in ihren Einrichtungen zu erheben. In Zahlen gesprochen heißt das: Bei vier bis fünf Stunden Betreuung kostet beispielsweise die Krippe 168 Euro und der Kindergarten 67 Euro. Mit der neuen Regelung müssten Eltern, die ihr unter dreijähriges Kind in einen Kindergarten geben, jetzt dann auch 168 Euro bezahlen. Diese Gebührenangleichung wurde einstimmig vom Stadtrat verabschiedet. KL

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