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Im Haken: Kostenmehrung von Ausschuss gebilligt

Stadt Kaufbeuren steckt mehr Geld in Sportpark

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Die vorhandenen Kabinen im Sportpark Haken reichen für den Spielbetrieb der SVK nicht aus. Zusätzlich zur Erweiterung entsteht auf dem Gelände eine Gymnastikhalle.

Kaufbeuren – Bereits im September 2016 hatte der Kaufbeurer Verwaltungsausschuss der Spielvereinigung Kaufbeuren (SVK) einen Zuschuss für den Neubau eines Kabinentraktes und einer Gymnastikhalle im Sportpark Haken zugesagt. Vergangene Woche musste das Thema jedoch erneut auf die Tagesordnung, da sich Kostensteigerungen ergeben hatten, für die der Ausschuss einstimmig einen höheren Zuschuss der Stadt genehmigte.

Damals wurden die Gesamtkosten auf rund 760.000 Euro geschätzt, von denen die Stadt 450.000 Euro übernehmen sollte. Doch nun wurde der Baugrund untersucht, wobei herauskam, dass zusätzliche stabilisierende Maßnahmen notwendig sind, die mit 104.000 Euro Mehrkosten zu Buche schlagen. Hinzu kommen Kosten für das Bodengutachten, für Entwässerung und Wasserherstellung sowie konjunkturbedingte Steigerungen. Alles in allem kostet der Neubau nun 923.000 Euro. Mit der Baumaßnahme ist noch nicht begonnen worden, weshalb die Stadt „keinen Bezugsfall begründen würde“, erklärte Stadtkämmerer Markus Pferner vorweg.

Die Stadträte waren sich einig, dass die SVK für die Kostenmehrung keine Schuld treffe. So stand auch außer Frage, den Zuschuss zu erhöhen. Sportpfleger Otto Richard Zobel (CSU) sagte, dass über den Zuschuss für die Kabinen ohnehin nicht diskutiert werden könne, und die Gymnastikhalle sehr wünschenswert sei. Für die Kabinen gewährt die Stadt einen Zuschuss­anteil von knapp über 450.000 Euro (73 Prozent der Gesamtkosten), für die Gymnastikhalle rund 91.000 Euro (30 Prozent).

Im Beschluss festgehalten wurde auch, dass die städtischen Schulen die Gymnastikhalle sieben Wochenstunden nutzen dürfen. Dies hielt Richard Drexl (Freie Wähler) für „sehr sparsam“ und riet, die Zeiten vorsorglich etwas höher anzusetzen. Pferner erklärte jedoch, dass die Schulverwaltung diesen Nutzungszeitraum für vertretbar ansehe. Rechtsreferent Thomas Zeh fügte an, dass die Halle auch insbesondere für Kinder, Jugendliche und Senioren konzipiert werde, also außerschulischen Charakter habe, wie Familienreferent Alfred Riermeier ergänzte.

Da sich die Stadt mit über der Hälfte der Gesamtkosten beteiligt, hielt es Catrin Riedl (SPD) nur für gerecht, wenn auch andere Vereine die Halle nutzen könnten. Riermeier gab zu verstehen, dass die SVK zwar als Bauherr auftrete, aber trotzdem bereits mehrere Vereine und Institutionen ihr Interesse an einer Nutzung bekundet hätten, darunter der Stadtjugendring, die Familienstützpunkte, die VHS, die Lebenshilfe und die Kolping Akademie. „Bei Weitem nicht nur die SVK profitiert von der Halle“, sagte auch Dritter Bürgermeister Ernst Holy. Die Freizeit- und Gymnastikhalle solle zu einer Begegnungsstätte werden, erklärte Riermeier.

Riedl spielte auch darauf an, dass die SVK ja nur wegen des Baus des neuen Eisstadions aus den zuvor genutzten Trainingsflächen im Parkstadion in den Haken wechseln musste und die jetzt dort entstehenden Ausgaben als Folgekosten dem Eisstadion zugerechnet werden müssten. Oberbürgermeister Stefan Bosse winkte aber gleich ab und betonte, dass der ESVK nicht mit einem Stadion gefördert worden, sondern Mieter in der neuen Arena sei. Als Ersatz bekommt die SVK einen höheren Zuschuss als die üblichen 20 Prozent vonseiten der Stadt.

Die SVK will noch dieses Jahr die Bauarbeiten im Haken in Angriff nehmen.

von Martina Staudinger

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