Neues kommt und anderes bleibt wie es war

Stadt will neue Wohnungen bauen – Wassergebühren sollen die nächsten drei Jahre unverändert bleiben

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In der Augsburger Straße ist im Projekt „Seniorengerechtes Wohnen“ mit 42 Wohnungen der Baufortschritt im Zeitplan. Die Fertigstellung ist für 2021 geplant.

Kaufbeuren – In der zweiten turnusgemäßen Sitzung des Werkausschusses im Jahr 2019 informierten Immobilienverwaltung und Wasserwerk über die Jahresberichte 2018, die aktuellen Halbjahresberichte 2019 sowie über die Wirtschaftspläne für die folgenden Jahre.

Dabei wurde klar, dass die Stadt weiter auf den Bau neuer Wohnungen setzt und die Gebühren für Wasser in den kommenden drei Jahren nicht erhöht werden.

Harald Hailand von der Immobilienverwaltung der Stadt Kaufbeuren konnte für das Jahr 2018 einen Jahresüberschuss von 471.000 Euro vermelden. Das seien rund 191.000 Euro mehr als ursprünglich geplant. Laut Hailand liege dies an den deutlich geringeren Mietausfällen als standardmäßig kalkuliert, was die Attraktivität der Wohnungen mit durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen bestätige. 

Weiterhin sei das Handwerkerteam vermehrt für die Belange der Stadt im Einsatz gewesen, was einen Mehrertrag von rund 17.000 Euro ergeben hätte. Auch lägen die Aufwendungen für den Bauunterhalt um rund 16.000 Euro und die Personalkosten um rund 27.000 Euro unter den Planansätzen.

Die Baumaßnahme „Seniorengerechtes Wohnen“ in der Augsburger Straße war verschoben und auf die geplante Darlehensaufnahme verzichtet worden, woraus auch insgesamt geringere Zinsaufwendungen als geplant anfielen. Wie geplant, konnten 251.000 Euro getilgt werden.

Für das laufende Jahr 2019 konnte Hailand bei weiterhin planmäßigem Verlauf sogar einen Gewinn von 560.000 Euro in Aussicht stellen, da geplante Instandhaltungsmaßnahmen in Höhe von 220.000 Euro aus Kapazitätsgründen der Abteilung Hochbau auf 2020 verschoben wurden. Für das Geschäftsjahr 2020, in dem bereits gestiegene Preise und Kosten für Löhne und Gehälter berücksichtigt worden seien, erwarte die Werkleitung einen Gewinn von 100.000 Euro.

Wohnanlage für Senioren

Die Bauarbeiten für 42 Wohnungen der „Seniorengerechten Wohnanlage“ in der Augsburger Straße hatten im Frühjahr 2019 begonnen, der Baufortschritt liege im Zeitplan, so Hailand. Man rechne mit einem Investitionsvolumen von 8,1 Millionen Euro, wobei eine Förderung von rund 2,5 Millionen Euro aus dem Kommunalen Wohnförderprogramm gewährt worden sei. Für 2021 sei dann die Fertigstellung der „Seniorengerechten Wohnanlage“ geplant.

Neubau statt Sanierung

Weiterhin plane die Stadt im nächsten Jahr den Erwerb eines Grundstückes, auf dem dann circa 100 Mietwohnungen errichtet werden sollen, berichtete Klaus Schaller, Abteilungsleiter im Immobilienmanagement. Eine in Auftrag gegebene Untersuchung für Modernisierungsmaßnahmen am 1955 erbauten Wohnblock in der Grünwalder Straße 9-15 ergaben Kosten von rund 4,4 Millionen Euro und lägen damit nahe an zu erwartenden Neubaukosten, ohne dass damit der Wohnungszuschnitt zeitgemäß ausgerichtet werden könne. Man schlage deshalb vor, auf die Modernisierung zu verzichten, bei Entspannung des Wohnungsmarktes die Mieter umzusetzen und Neubaumaßnahmen in Angriff zu nehmen.

Keine Erhöhung geplant

Für das Wasserwerk Kaufbeuren erinnerte Werkleiterin Caroline Moser rückblickend an den besonders heißen Sommer 2018 mit einer erhöhten Wasserabgabe. Das Wirtschaftsjahr sei insgesamt planmäßig verlaufen, die Anzahl der aufgetretenen Störungen im Rohrleitungsnetz seien mit 20 Schäden deutlich geringer als im vorangegangenen Jahr gewesen. Der Jahresgewinn lag bei 3.700 Euro, so Moser.

Auch der aktuelle Bericht für das laufende Jahr 2019 zeichne zwei Monate vor Jahresende ein weitestgehend neutrales Ergebnis ab. Für die Folgejahre 2020 bis 2023 würden Kreditaufnahmen lediglich in Höhe der ordentlichen Tilgungsleistungen geplant. Hinsichtlich der Versorgungssicherheit verwies die Werkleiterin auf die redundante Versorgungsstruktur. Für die Wassergrund- und verbrauchsgebühr stand für den Zeitraum 2020 bis 2022 eine turnusgemäße Neukalkulation an. Hier konnte Caroline Moser dem Stadtrat zur Entscheidung empfehlen, die Höhe der Wassergebühren unverändert zu lassen.

Wolfgang G. Krusche

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