Kaufbeurer Bahnhof soll aufgewertet werden

Auf neue Ansprüche reagieren

+
Welches Potential hat der Bahnhof und sein Umfeld?

Kaufbeuren – Klar, der Bahnhof ist das erste, was man direkt als Bahnreisender von einer Stadt sieht. Entsprechend schick, funktionell und ansprechend sollte er sich präsentieren. Mit Blick auf den Kaufbeurer Bahnhof im Süden sieht Willkommenskultur wahrlich anders aus.

Zumal durch eine verbesserte Bahnverbindung sowohl nach Norden als auch nach Süden zukünftig mit einer positiven Frequentierung zu rechnen sei, dies schließe auch den nahe gelegenen Busbahnhof mit ein. Daher hat sich der städtische Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, den Bahnhof und sein Umfeld auf seine Potentiale hin zu untersuchen.

Wie Stadtplaner Manfred Pfefferle ausführte, hätte die Frequentierung durch Berufspendler, Schüler, Touristen und auch Bewohner aus dem Ostallgäu in den letzten Jahren zugenommen. Immer mehr Menschen würden daher mit der Bahn oder dem Bus in die Wertachstadt reisen. Vor diesem Hintergrund wolle die Stadt den Bahnhof sowie dessen Umfeld verkehrstechnisch und städtebaulich aufwerten, um somit als neue „Mobilitäts-Drehscheibe und Eingangstor zur Innenstadt gerecht zu werden“. Um diese Aufgabe umsetzen zu können, seien laut Pfefferle zur Realisierung dieser Aufwertungsmaßnahmen vorbereitende Untersuchungen erforderlich. Diese sollen unter anderem aufzeigen, wo Sanierungen notwendig seien. 

Ziel sei es ferner, die vorhandenen Funktionen Parken, Busbahnhof, Wegebeziehungen und Repräsentations- und Verweilbereiche neu zu strukturieren und städtebaulich zu fassen. „Dabei soll ein städtebauliches Gesamtkonzept erarbeitet und Verdichtungspotentiale aufgezeigt werden“, so Pfefferle. Als Eingangstor zu Stadt soll zudem die Wegführung in die Innenstadt neu definiert, die Bahnhofsstraße aufgewertet und Synergien mit bahnaffinen Nutzungen geprüft werden.

In der anschließenden Diskussion forderte Stadtrat Walter Folter (FW) erneut prüfen zu lassen, inwieweit am Bahnhof ein Parkhaus errichtet werden könne. Sein Ratskollege Ernst Schönhaar (CSU) sprach die Pläne eines Investors an, der westlich des Bahnhofes ein Hochhaus mit Tiefgarage bauen möchte (wir berichteten). Laut Pfefferle solle dieses Projekt jedoch nicht mit in die Untersuchungen einfließen. Nach weiteren Abstimmungsgesprächen zwischen Stadt und Bauherr solle dieses Projekt als Bauantrag in einer der nächsten Ausschusssitzungen behandelt werden.

Thematisiert wurde ferner ein möglicher Kauf des Bahnhofgebäudes durch einen Investor, der diesen dann vermarkten möchte. Auch hier müsse die Stadt dann ihre Anliegen formulieren.

Auch interessant

Meistgelesen

Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Neuer Lebensabschnitt wartet
Neuer Lebensabschnitt wartet
Kurs steht wohl auf Neubau
Kurs steht wohl auf Neubau
Zehntklässler der Mittelschule Germaringen verabschiedet
Zehntklässler der Mittelschule Germaringen verabschiedet

Kommentare