SJR: Jugendhäuser und dezentrale Angebote bewähren sich

Mit der Arbeit zufrieden

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Das JuZe in Kaufbeuren wird zufriedenstellend besucht. Die Nähe zu einer Schule würde die Besucherzahlen jedoch steigern, wie in Neugablonz der Fall.

Kaufbeuren – Der Stadtjugendring ist mit der Offenen Jugendarbeit in Kaufbeuren und besonders Neugablonz zufrieden, wie er kürzlich im Jugendhilfeausschuss vorlegte. In einem Konzept erarbeiteten die Mitglieder einen hohen Bedarf an Jugendarbeit und kamen zu dem Schluss, die Jugendhäuser und die dezentralen Angebote beizubehalten.

Uwe Sedlacek vom Stadtjugendring stellte das erarbeitete Konzept im Ausschuss vor. Wochentags fungiert das Jugendzentrum (JuZe) Kaufbeuren dem Konzept zufolge wie ein Stadtteiltreff, der von Jugendlichen aus der näheren Umgebung der Stadtmitte besucht wird. Am Wochenende verwandelt es sich in ein zentrales Jugendhaus, das wesentlich stärker frequentiert wird. Somit liegt der Schwerpunkt auch auf der Teenie-Disco mit anschließendem Discoabend für Jugendliche ab 14 Jahre. 

Der Eventcharakter des Wochenendes wird durch zusätzliche Angebote an den Samstagen, wie Actiondays, Konzerte und Mottopartys ergänzt. Dies entspräche laut Sedlacek der momentanen Jugendkultur und die Besucherzahlen seien weitestgehend zufriedenstellend. Durch die Distanz zu Schulen würden jedoch „potenzielle Nutzer verloren gehen“, gesteht Sedlacek ein. 

Angelika Lausser hat die „Vision“, dass man am besten „am Jakob-Brucker-Gymnasium oder an der Jörg-Lederer-Schule ein JuZe andocken“ solle. Die zuständigen Planungsbehörden der Stadt Kaufbeuren werden über die langfristig nötige räumliche Verlagerung des JuZe Kaufbeuren informiert und beauftragt, diesbezügliche Planungen in den baulichen Überlegungen einzubeziehen. 

Das JuZe Neugablonz hingehen sei Sedlacek zufolge ein „Best Practice Beispiel“. Die Öffnungszeiten und Angebote sind denen in Kaufbeuren ähnlich, das JuZe Neugablonz zeichnet sich jedoch durch die Nähe zur Mittelschule aus. Dadurch werde es von den Jugendlichen viel deutlicher wahrgenommen und besucht. Da auch die Schule die Räumlichkeiten nutzt, „wird das JuZe quasi zum Alltag und ist gut frequentiert“, so Sedlacek. Demzufolge wird dort alles im gewohnten Gang bleiben unter Sedlaceks Motto „Never touch a running engine“. 

Der mobile Einsatz von JuZe-Truck, Mobiku und Mobikids ergänzen die zentralen Jugendhäuser und werden in ihrer „Form so bleiben“, so Sedlacek, wie auch der stationäre JuZe-Container im Wertachplatz. 

Der JuZe-Truck – ein Anhänger, ausgestattet mit Outdoorspielegeräten, Bastelmaterial, Gesellschaftsspielen und Programmangeboten – solle sich nach Wünschen des Stadtjugendrings dauerhaft in der Apfeltranger Straße etablieren, da er dort die meiste Zustimmung erfahre. 

Mobiku ist ein Bauwagen mit ähnlicher Ausstattung, der bereits an drei Standorten in Neugablonz gut angenommen wird. Dies sind die Adalbert-Stifter-Schule, die Christuskirche und die Gustav-Leutelt-Schule. Ab 2015 soll ein weiterer Standort an der Proschwitzer Straße hinzukommen. 

Das Mobikids ist ein Kastenanhänger mit Spielgeräten, Bastelmateria, Pavillon und Biertischgarnitur an fünf Standorten. Hier wurden laut Sedlacek Eltern aktiviert, ehrenamtlich als Spielplatzbetreuer zu fungieren. 

Der JuZe-Container am Wertachpark besteht aus drei Einzelcontainern mit Aufenthaltsraum, Lagerraum und Geräteraum. Er ist ausgestattet mit Fernseher, Spielekonsole, Musikanlage, Sitzgelegenheiten und kleiner Theke und richtet sich an Jugendliche im Alter von neun bis 18 Jahren. von Martina Staudinger

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