"Kaufbeurer Stoff-Träume"

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Strahlende Gesichter über ein gelungenes Projekt: Danica Gnamm (v. li.), Michael Röther, Anna Merz, Maria Hörl, Dr. Ulrich Klinkert, Franziska Posselt, Isabel Wolf, Elisa Weiss und Caroline Wolf (wissenschaftliche Mitarbeiterin im Stadtmuseum).

Kaufbeuren – Das Unternehmen Modepark Röther unterstützt das neue Kaufbeurer Stadtmuseum. Auf Grundlage eines Kaufbeurer Stoffmusterbuches aus dem 19. Jahrhundert kann jeder Besucher an der Station in der Dauerstellung künftig Kleiderträume am Bildschirm realisieren.

Durch ein in seiner Art sicher einmaliges Projekt ist das Stadtmuseum Kaufbeuren noch vor Eröffnung um eine Attraktion reicher geworden. Durch das Zusammenspiel von Museum und Mariengymnasium einerseits und andererseits mit Unterstützung des Modepark Röther als Vertreter der Wirtschaft entstand eine ganz besondere interaktive Medien- station. Auf Grundlage eines Kaufbeurer Stoffmusterbuches aus dem 19. Jahrhundert kann jeder Besucher an der Station in der Dauerstellung künftig Kleiderträume am Bildschirm realisieren. Im Rahmen eines Pressetermins erfolgte jüngst die Vorstellung.Maßgeblichen Anteil am Entstehen dieses Projektes hatte die Zusammenarbeit von Dr. Astrid Pellengahr als Abteilungsleiterin für Kultur und Stadtmuseum und Historiker Dr. Ulrich Klinkert vom Mariengymnasium. „Die Idee war, mehr als die zwei sichtbar aufgeschlagenen Seiten eines Stoffmusterbuches hinter Glas zugänglich zu machen, das aber über hundert Entwürfe für Stoffmuster enthält“, so die Museumsleiterin. Für Dr. Klinkert bot sich damit die Gelegenheit, mit zwölf seiner Schülerinnen aus der 11./12. Klasse in einem sogenannten „Praxis-Seminar“ in rund eineinhalb Jahren ein inhaltliches Konzept zu entwickeln. Das Stoffmusterbuch kann auf spielerische Weise mit einem Touchscreen erschlossen werden, indem man verschiedene Figuren mit einer Auswahl von Stoffmustern bekleidet. Jeder Museumsbesucher kann damit „seine“ Kleiderträume künftig im Museum auf dem Bildschirm realisieren.Motivierte SchülerinnenDie Museumsleiterin zeigte sich hoch erfreut über das Engagement der „hoch motivierten Schülerinnen“. Der Historiker zeigte sich ebenfalls äußerst zufrieden: „Es war schön, dass wir mit dem Museum zusammenarbeiten konnten. Die Jugendlichen berichteten, dass sie ganz klein angefangen hätten. Dazu gehörte das Aussuchen von passenden Figuren aus alten Büchern, die sie als Paare zusammenstellten. Der anfängliche Plan, verschiedene Stände und auch Kinder abzubilden, wurde aufgrund der hohen Komplexität wieder verworfen. Die jetzigen Figuren entsprechen dem gehobenen Bürgertum.„Ohne Modepark Röther wäre das Projekt nicht möglich gewesen, da die finanziellen Mittel dafür nicht zur Verfügung standen“, betonte Dr. Pellengahr und bedankte sich bei Michael Röther und Danica Gnamm für dessen Unterstützung. Der Unternehmer hatte vom Kulturreferenten der Stadt über das Konzept erfahren. „Ich war begeistert und gleich überzeugt, dass es eine gute Sache ist“, so Röther, „denn die Textilindustrie hat in Deutschland eine historische Dimension.“ Auch Kaufbeuren selbst war in seiner Vergangenheit durch die Weberinnung stark geprägt. Die Medienstation wurde von Reinhard Körting von P.medien GmbH in München programmiert und ist Teil eines Themenraumes, welcher der Textilherstellung und dem Textilhandel gewidmet ist. Becker

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