Mit Feuereifer in die Pedale getreten

Neue Rekorde beim Stadtradeln in MOD

Radfahrer Siegerehrung Rathaus Marktoberdorf
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Zurecht stolz: Die Organisatoren, Teilnehmer und Sieger von „Stadtradeln“ 2021 vor dem Rathaus in Marktoberdorf.
  • Felix Gattinger
    VonFelix Gattinger
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Marktoberdorf – Stolz, Begeisterung und Zufriedenheit auf allen Seiten. Auch im zweiten Jahr war es der Aktion „Stadtradeln“ gelungen, eine zunehmende Zahl von Marktoberdorfer zu begeistern. Über drei Juniwochen hinweg hatte das Fahrrad bundesweit als CO2-neutrales und gesundheitsförderliches Verkehrsmittel im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gestanden.

Allein in Marktoberdorf hatten sich mehr als 2000 Einwohner entschlossen, beim Stadtradeln 2021 mitzumachen. Das sind rund 400 mehr als im Jahr zuvor, als die Aktion zum ersten Mal stattgefunden hatte. Aufgeteilt in 83 verschiedene Teams hatten die Marktoberdorfer diesmal 414.000 Kilometer in drei Wochen zurückgelegt. Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. In der Größenklasse der Städte bis 50.000 Einwohner platzierte sich die Stadt bundesweit auf Rang 3 und konnte sich in Bayern sogar an die Spitze setzen. Doch damit nicht genug. Auch im Vergleich mit wesentlich größeren Kommunen bis zu 100.000 Einwohnern liegt Marktoberdorf unangefochten auf Platz 1. Angesichts dieser Ergebnisse ist es nicht verwunderlich, dass bei der kürzlichen Siegerehrung alle Beteiligten sichtlich stolz waren.

Mehr Teilnehmer, mehr Teams

In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell die wiederholt hervorragenden Leistungen. Besonders freute sich Johannes Auburger vom Bündnis „Nachhaltiges Marktoberdorf“, dass man diesmal auch den Landkreis Ostallgäu für die Aktion hatte gewinnen können: „Das waren 4400 Radler! Und Marktoberdorf hat letztlich das Feuer entfacht.“ Auch Martin Vogler von der Stadtverwaltung, der beide Jahre aktiv am Stadtradeln teilgenommen und sich von städtischer Seite für die Aktionen eingesetzt hatte, äußerte sich angesichts der Zahlen mehr als zufrieden. Die Anzahl der Teams, so Vogler, habe sich von 75 auf 83 deutlich vergrößert. „Wir sind in der Tat bunt gemischt: Vereine, private Unternehmen, und mit der Stadtverwaltung ist sogar eine Behörde vertreten.“

Das größte Team unter den Vereinen war in diesem Jahr der TSV Leuterschach, bei den Arbeitgebern bildeten die „Fendt Varioflitzer” die größte Gruppe gefolgt vom Marktoberdorfer Landratsamt und dem Team der Frühförderung Marktoberdorf.Bei den Team-Leistungen hatte der TSV Bertoldshofen mit 580 Kilometern pro Teammitglied die Nase vorn gehabt, gefolgt vom Team „Café Vogler” mit 551 Kilometern und den „Berglern” mit 509 Kilometern pro Teammitglied.

Erfolgreiche Schulradler

Große Überraschungen gab es bei den Teams der Schulen: Sage und schreibe 900 Personen seien für ihre jeweiligen Schulen angetreten, berichtete Martin Vogler. Darunter hätten sich nicht nur Schüler und Lehrer, sondern auch ein Team aus Teilen der Elternschaft mit eingereiht. Die Schulradler machten somit 45 Prozent aller Teilnehmer von Marktoberdorf aus.

Im Wettbewerb untereinander gewann die Klasse 7bM der Mittelschule die Bronzemedaille. Das Team hatte insgesamt 2189 Kilometer zurückgelegt. Verrechnet mit einem durchschnittlichen CO2-Verbrauch wäre das eine Einsparung von rund 322 Kilogramm CO2. Auf den zweiten Rang kam die Klasse 6b der Realschule mit fast 2370 Kilometern. Das entspricht rund 348 Kilogramm CO2. Mit rund 4922 Kilometern und circa 724 Kilogramm CO2 schaffte es die Klasse 9a des Gymnasiums Markt­oberdorf auf Platz eins.

Gymnasium auf Platz 1

Auch im Ranking der Teilnehmerzahlen erreichte das Gymnasium den ersten Platz, gefolgt von der Grundschule Thalhofen und der Mittelschule. Die Ehrungen der Schulteams übernahmen Michael Dittrich und Michael Kölbel vom Gymnasium Marktoberdorf. Als Preise gab es nicht nur Urkunden für die Schulteams, sondern auch zahlreiche Einkaufsgutscheine und hochwertiges Fahrradzubehör.

Natürlich wurden bei der Siegerehrung auch hervorragende Einzelleistungen prämiert: Die stärksten Einzelradler waren in diesem Jahr Sabrina Zwick mit 1244 Kilometern bei den Damen, und bei den Herren gewann Stefan Angerer den ersten Preis mit 2755 Kilometern. Im Vergleich zu seinem Sieg im Vorjahr hatte sich Angerer noch einmal um mehr als 150 Kilometer steigern können.

Die Stadtradeln-Stars

Auf den zweiten Platz schaffte es Christian Engstler mit mehr als 1880 Kilometern gefolgt von Kurt Lang, der mit seinem 7-Gang-Fahrrad ohne Elektroantrieb respektable 1715 Kilometer hingelegt hatte. Die Ehrungen fanden durch Michael Korn vom Bündnis „Nachhaltiges Marktoberdorf” statt. Korn selbst war als Stadtradeln-Star für den Landkreis angetreten und dabei mehr als über 1700 Kilometer weit geradelt.

Auf dem Siegertreppchen landeten auch die sogenannten „Alltagsradler“. Miriam Pflanzelt und ihren Kollegen vom Bündnis „Nachhaltiges Marktoberdorf” war es beim Stadtradeln besonders wichtig, den Fokus auf das Fahrrad als Verkehrsmittel für den Alltag zu richten. Von allen Teilnehmern wurden daher zehn Personen ausgelost und mit Einkaufsgutscheinen des Aktionskreises Marktoberdorf beschenkt, darunter Simone Jörg, Markus Stark und Amelie Schön. Die übrigen Gewinner werden ihre Präsente in den nächsten Tagen erhalten. Eigens geehrt wurden die beiden ältesten Teilnehmer mit jeweils über 80 Jahren Christiane Pfeifer und Helmut Schütt.

Besondere Aufmerksamkeit wurde auch den drei Stadtradeln-Stars zuteil: Daniela Epple, Sonja Vogler und Marco Gellrich. Diese hatten während der drei Wochen ihre Autos komplett stehen gelassen und alle Wege ausnahmslos mit dem Fahrrad zurückgelegt. Über ihre Erfahrungen im Alltag hatten sie dann in ihren Internet-Blogs berichtet.

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