Ausschuss macht den Weg frei

Räte stimmen für Sportentwicklungskonzept

Parkstadion Kaufbeuren
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Auch das aktuell viel diskutierte Parkstadion wird in die Bedarfsanalyse für das Sportentwicklungskonzept aufgenommen.

Kaufbeuren – Der Schul-, Kultur- und Sportausschuss der Stadt Kaufbeuren kam am vergangenen Montag zu seiner Sitzung zusammen. Das Sportentwicklungskonzept stand hier ebenfalls im Fokus. Seit 2018 liegt ein Memorandum vor, welches nun an fünf Institute weitergeleitet wurde.

Gleich zu Beginn der Sitzung modifizierte Peter Kempf (FW)den bereits gestellten Antrag der Freien Wähler zur Verlagerung des Parkstadions. Neben eben diesen Flächen sollen auch andere geeignete Areale im Stadtgebiet ermöglicht werden. „Uns ist wichtig, dass dem Freistaat Bayern das Signal gegeben wird, dass der Stadtrat den Campus in Kaufbeuren haben möchte.“ Zudem warf Kempf die Frage auf, ob es im Kaufbeurer Norden grundsätzlich einen geeigneten Standort für die Errichtung eines neuen Sportstadions gebe. Hier bat er die Verwaltung, dies zu prüfen. Zudem schlug Kempf vor, den Antrag nicht im Schul-, Kultur- und Sportausschuss, sondern in der nächsten Ratssitzung als eigenständigen Tagesordnungspunkt zu behandeln. Dem entsprachen alle Ausschussmitglieder einstimmig. Das letzte Wort hat nun der Stadtrat.

Fünf Module

Wie schaut ein Sportentwicklungsplan aus? Mit dieser Aufgabe hatte der Stadtrat im vergangenen Jahr die Verwaltung beauftragt. Referatsleiter Markus Pferner informierte nun den Ausschuss über die Ergebnisse: Entlang von fünf Modulen soll in erster Linie eine quantitative und qualitative Bestandserhebung der städtischen Sportanlagen erfolgen. Im zweiten Schritt geht es um die Bedarfsanalyse von Kindertagesstätten, Schulen und Sportvereinen. Schritt drei werde eine Bedarfsanalyse sein, die ermittelt, welche Sport- und Freizeitangebote es für die Bevölkerung gibt. Gefolgt vom gegenwärtigen und zukünftigen Sportstättenbedarf, der sich an einem Leitfaden des Bundesinstitutes für Sportwissenschaft orientiert. Im letzten Schritt müssen die Experten sportpolitische Leitziele und Empfehlungen erarbeiten. Die Kosten für den Sportentwicklungsplan werden sich voraussichtlich zwischen 60.000 und 90.000 Euro belaufen. Pferner machte allerdings deutlich, dass auch erhebliche Eigenleistungen der städtischen Abteilungen erbracht werden müssen. Der Planungsprozess werde etwa ein Jahr dauern.

Nur Zustimmung

Durchweg gab es in der Sitzung Einigkeit und wohlwollende Worte von den Fraktionen. „Es war richtig, ein Sportentwicklungskonzept zu beauftragen“, hob Holger Jankovsky von den Grünen hervor. Es sei ein wichtiger und strategischer Schritt gewesen. „Es ist gut angelegtes Geld.“ Julia von Stillfried (CSU) begrüßte ebenfalls die Vorgehensweise. Für sie seien die Module sinnvoll und nachvollziehbar. Ähnliche Töne kamen von der SPD. Für Martin Valdez Stauber diene das Sport­entwicklungskonzept als Leitfaden. Peter Kempf (FW) bedankte sich für die Vorarbeit und befürwortete, dass ein externer Fachgutachter eingeschaltet werde. Für Alexander Uhrle (KI) müsse der Sport insgesamt attraktiver werden.

Stefan Günter

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