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Der Wunsch nach mehr Schatten

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Von: Martina Staudinger

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Buchloe Kindertagesstätte Gennachspatzen
Aktuell sucht man im Garten der Kindertagesstätte Gennachspatzen vergeblich nach schattenspendenden Bäumen. © Staudinger

Buchloe – Im Sommer sei der Garten der Kindertagesstätte (Kita) Gennachspatzen im Buchloer Süden für die Kinder nicht benutzbar, meint Stadträtin Irmgard Ablasser (CSU). Der Grund: Die im Jahr 2018 angepflanzten Bäume seien noch zu klein und spendeten nicht ausreichend Schatten, um die empfindliche Haut der Kinder vor Sonneneinstrahlung zu schützen. Aus diesem Grund reichte sie im vergangenen Dezember einen Antrag auf Anpflanzung von großen Bäumen in dem Garten ein, der in der jüngsten Sitzung des Stadtrates behandelt wurde.

Wie Stadtbaumeister Stephan Müßig dem Gremium erläuterte, war in die Erstellung der Außenanlagen, wie sonst üblich, damals kein Freianlagenplaner eingebunden. Stattdessen wurden in Zusammenarbeit mit der Kita-Leitung Spielgeräte ausgewählt und der Bauhof gestaltete den Gartenbereich so, wie es die Kita-Leitung und das Bauamt forderten. Zwischen die Spielgeräte, Wege und Sandkästen wurden Bäume gepflanzt, die rasch einwurzelten und im Alter eine stattliche Größe erreichen. Mehrere Stadträte monierten, dass diese Bäume sogar den Kindern der jetzigen Kindergartenkinder noch nicht ausreichend Schatten spenden würden. Johann Weber (FW) plädierte dafür, den Bäumen noch Zeit zu geben, um zu wachsen. Würde jetzt ein Landschaftsplaner eingebunden, koste dieser wieder Geld.

Laut Müßig wäre bei der planerischen Gestaltung für die Neuanpflanzung großer Bäume – neben dem finanziellen Aspekt – zu berücksichtigen, dass sie in ausreichendem Abstand zum Gebäude gepflanzt werden, um die Dachrinnen frei von Laub zu halten und die Solaranlage auf dem Dach nicht abzudunkeln. Genauso müsse ein gewisser Abstand zu den asphaltierten Wegen und gepflasterten Flächen eingehalten werden, weil sich die Wurzeln heben könnten. Zudem müsse noch genügend Fläche für Ballspiele frei bleiben und die bestehende Furt sei für Bagger, Lastwagen und Mähfahrzeuge freizuhalten, um beispielsweise Sand austauschen zu können – große Bäume könnten hier den Weg versperren.

Ein Landschaftsarchitekt könne diese Probleme überschauen und Handlungsempfehlungen geben, war sich Michaela Schilling (UBI) sicher. Während Bürgermeister Robert Pöschl (CSU) zu bedenken gab, dass schwerstes Gerät mit solch großen Bäumen angerollt käme, dadurch der Rasen zerstört würde und wiederum Kosten entstünden, um den Bestand erneut herzustellen, ging Schilling davon aus, dass dieses Prozedere auch mit einem Kran zu bewerkstelligen wäre. Dritte Bürgermeisterin Elfriede Klein (Grüne) schlug überdies vor, die bestehenden, etwas kleineren Bäume „auszubuddeln“ und an der großen Parkfläche einzupflanzen, die ihrer Meinung nach einer Wüste gleicht.

Wie von der Stadtverwaltung vorgeschlagen, verständigten sich die Stadträte mit 18 zu sechs Stimmen darauf, für die Planung von weiteren Baumpflanzungen einen Landschaftsarchitekten zu beauftragen. Dessen Ergebnisse sollen dem Stadtrat beizeiten vorgestellt werden.

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