Infostand auf dem Neugablonzer Wochenmarkt

5. Städtebaufördertag am 11. Mai: Wofür braucht man ein Quartiersmanagement?

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Sylwia Pohl, Quartiersmanagerin und Stadträtin, in ihrem freundlichen Stadtteilbüro, zentrale Anlaufstelle für Wünsche und Probleme aller Art. (Die Eier waren an dem Tag für die Gründonnerstagskinder vorbereitet.)

Kaufbeuren-Neugablonz – Am Samstag, 11. Mai 2019, findet in ganz Deutschland der fünfte Tag der Städtebauförderung statt – eine Gemeinschaftsinitiative des Bundesbauministeriums, der Länder, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Über 550 Städte und Gemeinden, darunter auch Kaufbeuren und Neugablonz, informieren in mehr als 650 Veranstaltungen über die Projekte, die durch die Städtebauförderung realisiert werden können.

An diesem Städtebaufördertag wird auch Quartiersmanagerin Sylwia Pohl auf dem Neugablonzer Wochenmarkt über Maßnahmen berichten, die im aktuellen Projekt "Soziale Stadt" gefördert wurden. An ihrem Informationsstand können sich Interessierte im Allgemeinen über die Städtebauförderung erkundigen und zudem das Quartiersmanagement auf Missstände innerhalb des Sanierungsgebietes hinweisen.

Kaufbeuren hat durch Neugablonz "zwei Zentren mit einem eigenen urbanen Leben", hatte OB Stefan Bosse bei einem Neujahrsempfang der Sudetendeutschen Landsmannschaft erklärt. Dem wurde schon vor Jahren durch die Einrichtung eines zweiten Bürgerbüros in Neugablonz Rechnung getragen. Dort kann – mit Ausnahme der Kfz-Anmeldung - alles das von den Neugablonzer Bürgern auf kurzem Weg erledigt werden, was auch im Bürgerbüro im Kaufbeurer Rathaus angeboten wird: Zum Beispiel Beantragung oder Erneuerung von Pass und Personalausweis, An-, Um- und Abmeldung bei Umzügen, Antragsabgabe für Wohn- und Kindergeld und sonstige Zuschüsse, An- und Abmeldung von Hundesteuer und vieles mehr.

Aber wofür braucht man eigentlich ein Quartiersmanagement?

Ganz einfach: Ein Stadtteilbüro oder Quartiersmanagement ist Voraussetzung dafür, dass ein Ort in das Städtebauförderprogramm aufgenommen wird, von dessen Finanztopf Kaufbeuren und Neugablonz seit fast 20 Jahren in unterschiedlichen Projekten wie „Soziale Stadt“ oder „Leben findet Innenstadt" profitieren. Mit diesen Zuschüssen wurde in Neugablonz unter anderem das Erlebnisbad geschaffen, das Trümmergelände als Spielplatz zugänglich gemacht und der Neue Markt umgebaut.

Im Stadtteilbüro/Quartiersmanagement als zentraler Anlaufstelle finden Bürger Rat und Hilfe beim Manövrieren durch das Labyrinth der Stadtverwaltungs-Bürokratie, bei der Suche nach einem Dolmetscher, oder beim Ausfüllen von Formularen. Quartiersmanagerin Sylvia Pohl, die dank ihrer vielen Ämter - beispielsweise im Aktionskreis, im Anpflanzungs- und Verschönerungsverein und im Stadtrat – hervorragend vernetzt ist, vermittelt die Ratsuchenden zu Fachdiensten weiter. Sie informiert Menschen, die Kontakte suchen, über Projekte und Angebote im Stadtteil und versteht sich ganz allgemein als Ansprechpartnerin für Wünsche, Probleme und Nöte.

Und darüber hinaus wird hier das eigentliche Städtebauförderprogramm mit Leben erfüllt. Um den Stadtteil voranzubringen, findet Pohl immer wieder Entwicklungsprojekte für Neugablonz und Umsetzungspartner wie das Gablonzer Siedlungswerk (GSW). Unter anderem wurde der Architekten-Wettbewerb für die soziologisch beispielhaft durchdachte, vollkommen barrierefreie GSW-Wohnanlage Iser-Quartier an der Reichenberger Straße – Ecke Rehgrund mit Städtebaufördermitteln unterstützt. Für den Bau selbst hat das GSW allerdings, um unabhängig zu bleiben, keine Fördermittel in Anspruch genommen. Die nächsten in der Konstellation Quartiersmanagement/GSW angedachten Projekte sind zwei Kleinkinder-Spielplätze in Neugablonz. Wenn Sie mehr über aktuelle und künftige Projekte erfahren möchten, besuchen Sie am 11. Mai zwischen 9 und 13 Uhr den Infostand auf dem Wochenmarkt.

von Ingrid Zasche

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