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Städtische Energieeinsparmaßnahmen im Kaufbeuer Ferienausschuss

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Energieeinsparungen durch Absenken der Temperaturen im Freibad in Kaufbeuren sind schwierig.
Energieeinsparungen durch Absenken der Temperaturen im Freibad in Kaufbeuren sind schwierig. © Krusche

Kaufbeuren – Das Thema Energieeinsparungen durch die Stadt sowie die Versorgungssicherheit beim Trinkwasser beschäftigen aktuell viele Kaufbeurer Bürger. Oberbürgermeister Stefan Bosse und die Stadtverwaltung wollen beruhigen und verweisen auf langfristig angelegte Maßnahmen.

In der Bürgersprechstunde vor der jüngsten Stadtratssitzung lobte Besucherin Rita Sedl­mair-Ewald die Verwaltung für ihre ausführlichen Informationen auf den städtischen Internetseiten. Sie bat jedoch darum, über die aktuelle Energiekrise und zum Stand der Wasserversorgung zu informieren, beispielsweise auch über den YouTube-Kanal der Stadt. Oberbürgermeister Stefan Bosse antwortete zur Verdeutlichung, „dass wir in Kaufbeuren nicht auf eine einzelne Zisterne mit Wasserstand gesetzt haben. Deshalb können wir auch keinen Wasserstand melden, sondern setzen auf ein zuverlässiges System mit zahlreichen Quellzuläufen.“ Bei den Gebäuden im Eigentum der Stadt wurden und würden bereits Energiesparmaßnahmen angedacht, Meldungen darüber seien eher langfristig zu sehen. Der Nutzen für wöchentliche Meldungen sei für ihn nicht erkennbar: „Wir wollen Botschaften senden, mit denen der Bürger etwas anfangen kann. Die Bürger beruhigen, ja, aber keine Panik machen.” Es gebe auch keine wöchentlichen Veränderungen bei Energieeinsparungen, ähnlich wie bei Corona. Solche Informationen könnten zukünftig zum Aufgabenbereich eines städtischen Energiemanagers gehören, so Bosse.

Städtische Energieeinsparmöglichkeiten

In diesen Themenbereich passte auch eine Ankündigung des städtischen Bauamtsleiters Helge Carl, dass dem Ferienausschuss im August eine Liste vorgelegt werde, die alle städtischen Möglichkeiten der Energieeinsparung auflistet und diese mit Zahlen untermauert. Diese Liste soll dann als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage dienen. Stefan Bosse verwies auch hier auf die bereits seit Jahren erfolgte Umstellung der Stadtbeleuchtung auf energiearme LED-Leuchten. 70 Prozent seien bereits erneuert, der Rest folge in den nächsten Jahren.

Energiesituation in den Freibädern

Als weiteres Beispiel für Energieeinsparmöglichkeiten nannte das Stadtoberhaupt die Freibäder. „Das Freibad in Neugablonz wird derzeit mit Hilfe der eigenen Solaranlage auf 24 °C gehalten”, so Bosse. Bei weniger Sonne würde die Wassertemperatur normalerweise mit einer Gasheizung auf 21 Grad gehalten. „Ich könnte mir aber auch vorstellen, hier auf 20 Grad abzusenken.“ Wie viel Energie sich dadurch einsparen ließe, muss noch ermittelt werden.

Beim Jordan-Badepark sei eine Absenkung nicht so einfach, erklärte Markus Pferner, berufsmäßiger Stadtrat und Vorstandsvorsitzender des Kommunalunternehmens Eisstadion Kaufbeuren. Das Freibad im Jordanpark stehe über ein Blockheizkraftwerk im Energie- und Wärmeverbund mit der Erdgas Schwaben Arena: „Keine Heizung fürs Schwimmbad bedeutet kein Eis fürs Eisstadion.“

Wolfgang G. Krusche

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