Den Staffelstab im Rathaus übergeben

„Wir verlieren mit ihm einen brillanten und exzellenten Juristen“, betonte Oberbürgermeister Stefan Bosse bei der feierlichen Verabschiedung von Dr. Gert Peter Strunk in den Ruhestand. Strunk hatte zwölf Jahre das Ordnungs-, Sozial-, Schul- und Kulturreferat der Stadt Kaufbeuren geleitet. „Es wird schwer sein, diesen Verlust zu kompensieren“, erklärte Bosse, freute sich aber, mit dem bisherigen Stadtkämmerer Markus Pferner seinen „Wunschkandidaten“ als Nachfolger Strunks präsentieren zu können.

In seiner Funktion war der scheidende Referatsleiter so ziemlich für Alles zuständig, sagte Bosse in seiner Laudatio. Dazu gehörten die Sicherheit auf den Straßen, die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften wie THW und BRK. Vor allem in Sachen Sicherheit habe er Akzente gesetzt, die auch überregionale Beachtung fanden, so der Rathauschef. Aber auch für den korrekten Ablauf von Wahlen, das Sozialamt, die Schulen, das Kulturleben der Stadt sowie den öffentlichen Nahverkehr zeichnete er verantwortlich. Bei all seiner Arbeit konnte man sich auf ihn verlassen. „Er war ein mustergültiger Beamter, der Gesetz und Dienstherr ver-pflichtet war“, so Bosse. Lob gab es auch von Strunks Stellvertreter, Dr. Stefan Fischer. Er betonte, dass dieses Amt kein leichtes sei, da es sich am Menschen orientiere, und so Kritik und Verbesserungsbedarf ständiger Begleiter gewesen seien. Personalratsvorsitzender Peter Kloos hob hervor, dass Strunk stets Personalpolitik auf Augenhöhe praktiziert habe. Er habe die Leistung seiner Mitarbeiter immer gewürdigt und ihnen Freiräume gelassen. Beeindruckt habe den Personalratsvorsitzenden auch die juristische Kompetenz Strunks. So habe dieser bereits bei der Gründung der Arge erklärt, dass diese verfassungswidrig sei. „Und zwar mit der gleichen Begründung, wie sie später das Bundesverfassungsgericht als nicht rechtskonform erklärte“, erinnerte sich Kloos. Strunk selbst bezeichnete die zwölf Jahre Referatsleiter als „krönenden Abschluss seiner Laufbahn“. Der gebürtige Kölner bleibt der Region aber treu, denn er habe sich auch als rheinländische Frohnatur auch ohne Karneval hier von Anfang an wohlgefühlt. Sein Nachfolger Markus Pferner wurde in geheimer Wahl einstimmig für dieses Amt vom Stadtrat gewählt, so Oberbürgermeister Bosse. Nicht ohne Grund, sei dieser doch „absolut anerkannt und akzeptiert“. Bereits als Stadtkämmerer habe er stets über den Tellerrand des rein Finanziellen hinausgeschaut. Dies werde er sicher auch in seinem neuen, größeren Verantwortungsbe-reich tun. Pferner selbst betonte mit Blick auf die Wirtschafts-krise, dass die nächsten Jahre sicher nicht einfach würden. Mit Blick auf seine Kompetenzerweiterung wolle er nicht das Referat 300 übernehmen. Vielmehr sollten die bestehenden Hürden auf gleicher Höhe bleiben.

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