Stallpflicht im Landkreis Ostallgäu aufgehoben

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Geflügel darf wieder ins Freie.

Landkreis - Mit sofortiger Wirkung hebt das Landratsamt Ostallgäu die im November erlassene Stallpflicht für Geflügel sowie das Verbot von Geflügelmärkten und -ausstellungen auf.

Wegen der nachgewiesenen Ausbrüche der Vogelgrippe bei Wildvögeln und auch in Hausgeflügelbeständen in ganz Bayern, wurde auch im Landkreis Ostallgäu im Herbst 2016 als Schutzmaßnahme eine Stallpflicht für Hausgeflügel und das Verbot von Geflügelmärkten und -ausstellungen durch das Landratsamt angeordnet.

Großes Verständnis gezeigt

Die aktuell für Bayern vorliegenden Zahlen zur Untersuchung von Wildvögeln weisen auf ein rückläufiges Vogelgrippe-Geschehen hin. Beim Hausgeflügel wurden in den vergangenen Wochen keine neuen Fälle nachgewiesen. Im Landkreis Ostallgäu wurde nur in einem einzigen Fall, bei einem am Schlinger See (Rieden) gefundenen Schwan das hochpathogene Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen (wir berichteten). Seit diesem Nachweis im November 2016 waren alle untersuchten Wildvögel im Landkreis frei von der Vogelgrippe.

Für die über 1.000 Geflügelhalter und -züchter im Landkreis mit rund 36.000 Tieren, die großes Verständnis gegenüber den Vorsorgemaßnahmen der Veterinärverwaltung gezeigt hatten, bedeutet die Aufhebung der Stallpflicht eine erhebliche Erleichterung. Noch bis zum 20. Mai  gilt weiterhin eine „Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen“, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erlassen hatte. Nach dieser Verordnung müssen auch Geflügelhalter mit nur wenigen Tieren unter anderem die pro Werktag verendeten Tiere in ihrem Bestandsregister erfassen, Ställe gegen unbefugtes Betreten sichern und Transportfahrzeuge nach jedem Transport reinigen.

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