Standort stärken

„Wir haben das Ohr nah am Bürger“, betont Dr. Wolfgang Hell, Vorsitzender der Lenkungsgruppe, bei der Mitglieder- versammlung im Marktoberdorfer Künstlerhaus. Seit einem Jahr bringt die Interessengemeinschaft „Mitten-in- Marktoberdorf“ Gutachten für verschiedene Projekte rund um die zukünftige Gestaltung in der Stadt auf den Weg. 74 Mitglieder unterstützen dieses Vorhaben bereits.

Innerhalb des vergangenen Jahres seit der Gründung im November 2008 haben die Akteure von „Mitten-in-Marktoberdorf“ schon vieles bewegt. Im April wurde das eigene Projektbüro eröffnet und mit Nicole Becker kümmert sich eine fest angestellte Mitarbeiterin um die anstehenden Aufgaben. Auch die regelmäßigen Sprechstunden von ihr werden von den Bürgern gerne angenommen. Bei der Mitgliederversammlung berichtete Vorsitzender Wolfgang Hell den Zuhörern von den bisherigen Aktionen. Dazu zählt die Erhebung des Stellplatzbedarfs in der Stadt, wofür im Sommer 190 Geschäftsleute und Dienstleister nach ihrem Bedarf befragt wurden. Großen Zuspruch löste das Angebot eines Stadtspaziergangs aus, um Marktoberdorf besser kennen zu lernen. Von einer Schulklasse der Realschule wurde ein Stadtmodell aus Pappe und Papier angefertigt. Wohin die Weichen bei der zukünftigen Umgestaltung der Rathaus-Tiefgarage gestellt werden könnten, zeigten mehrere Architekturbüros bei einem von „Mitten-in-Marktoberdorf“ durchgeführten Wettbewerb auf. In die Diskussion über den Standort der Grundschule St. Martin brachte sich die Interessengemeinschaft mit einer Empfehlung ein. Eine Arbeitsgruppe beleuchtete Pro und Contra der Schule in der Stadt mit Blick auf die Belebung im Zentrum und was wohl wäre, wenn die Schule woanders angesiedelt würde. Als Fazit em- pfiehlt die Arbeitsgruppe die Schule in der Innenstadt zu belassen, um auch für Familien attraktiv zu bleiben. Um die Einzelhändler zu unterstützen, soll die Servicequalität gesteigert werden. Daher spricht sich die Interessengemeinschaft für eine zusätzliche Qualifikation der Mitarbeiter aus und will dazu Anregungen geben. Des Weiteren wurden 2009 von „Mitten-in-Marktoberdorf“ ein Beleuchtungskonzept und ein Gestaltungshandbuch für öffentliche Bereiche und Plätze in Auftrag gegeben, erläutert Vorsitzender Wolfgang Hell. Die Ausgaben innerhalb des vergangenen Jahres beliefen sich laut Werner Himmer, Bürgermeister von Marktoberdorf, auf rund 102600 Euro. Da es sich um eine Interessengemeinschaft handelt, werden die Kassengeschäfte über die Kämmerei der Stadtverwaltung abgewickelt. Die größten Pos- ten auf der Ausgabenseite waren das Projektmanagement mit knapp 40000 Euro, für die Bürosanierung 25000 Euro und für die städtebauliche Beratung durch einen externen Partner 21000 Euro.

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