Einer der besten "STAR WARS"-Filme aller Zeiten!

Filmkritik "Rogue One"

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Das Imperium ist gnadenlos am Zenit seiner Macht.

Was für ein mutiger Film! Noch Stunden danach versucht man die letzten zehn Minuten zu realisieren. Was ist denn da passiert?

Star Wars-Fans auf der ganzen Welt halten derzeit gespannt den Atem an. „Rogue One“ ist nicht nur der Name einer einzigartigen Mission im Film, sie ist auch der erste Versuch das Star Wars-Universum ohne Jedi Ritter und ohne Lichtschwertduelle zu erobern. Ist so was überhaupt möglich?

Regisseur Gareth Edwards sucht seine Helden in einer dunklen, grimmigen Zeit, in der das Imperium am Zenit seiner Macht steht.

Doch er hat einen enormen Vorteil. Sein Streifen muss sich keinen Jedi-Zauber und damit verbundenen Maßstab als schweres Gepäck auf den Rücken schnallen. Dieser Richtungswechsel öffnet völlig andere Möglichkeiten. Die Hauptcharaktere sind zwar außergewöhnliche Menschen, doch keiner könnte beispielsweise mit einem Macht-Stoß Dutzende Gegner zu Boden werfen. Und hier liegt das Geheimnis in der aufkommenden Dynamik des Films. Diese wenigen Menschen müssen über sich selbst hinaus wachsen, um an ihr Ziel zu kommen. Dabei werden Kinder nicht viel zu lachen haben. Bestenfalls schwarzer Humor schleicht sich in die ernsthafte Struktur. Das Imperium kennt keine Gnade und die Rebellen sind in hoffnungsloser Unterzahl. Kann die „Macht“ gar nicht helfen? Doch, sie kann! Aber ihre Erscheinung ist völlig subtil angelegt und wirkt schon fast religiös, wie bei dem blinden Chirrut Îmwe (Donnie Yen). Diese unsichtbare Anmut gibt dem Film eine mystische Note und lässt märchenhafte Fantasy und technischen Science Fiction fein miteinander verweben.

Das alles macht „Rogue One“ zu einem der besten STAR WARS-Filme der gesamten Reihe. Denn wenn sich die Unterlegenen immer wieder erheben, trotz der geringsten Chancen auf einen Sieg, dann erkennt der Zuschauer das eigentliche, unerschütterliche Herz dieser Rebellion. Es wird ihn packen, erobern, und völlig einnehmen. Es ist nur ein einfaches Zitat eines Rebellen, und doch markerschütternd: „Jetzt geht da raus und lasst zehn von uns wie 100 wirken!“ Erst diese grandiose Dramatik, die Edwards inszeniert und die sich unaufhaltsam dem Showdown nähert, entfesselt sämtliche Emotionen des Zuschauers und endet genau da, wo einmal alles begann.

Von Michael Denks

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