Besondere Vorsicht geboten

Starke Schneefälle verursachen Verkehrschaos

Extreme Wetterverhältnisse mit Schneeregen herrschten gestern Nachmittag auf der A95 Garmisch-Partenkirchen. In Fahrtrichtung München bei Großweil kam es zu einem Unfall.
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Extreme Wetterverhältnisse mit viel Schnee herrschten gestern im Landkreis Ostallgäu. Häufig krachte es daraufhin, auch in Kaufbeuren.

Kaufbeuren/Landkreis – So mancher Autofahrer war mit den winterlichen Straßenbedingungen überfordert. Aufgrund der starken Schneefälle kam es am Dienstag im Dienstbereich der Polizeiinspektion Kaufbeuren und in denen des Umlandes zu zahlreichen Verkehrsunfällen und Behinderungen. So häufen sich die Polizeiberichte.

Spätestens ab den Nachmittagsstunden waren die Kaufbeurer Beamten im Dauereinsatz. Als Schwerpunkt zeichneten sich dabei die Gemeinden Obergünzburg und Untrasried ab. Auf einer Steigung der Staatsstraße 2055 bei Obergünzburg blieben derart viele Fahrzeuge stecken, sodass bereits nach kurzer Zeit ein immenses Chaos ausbrach. Die Feuerwehr musste die Strecke deswegen komplett sperren.

Auf einem Streckenabschnitt südlich von Untrasried kamen aufgrund der Schneeglätte zahlreiche Fahrzeuge in den Straßengraben ab. Um kurz vor ein Uhr morgens geriet ein 20-Jähriger mit seinem Auto auf der Ronsberger Straße ins Schleudern und prallte frontal gegen einen Baum. Zumindest bei diesem Unfall geht die Polizei von deutlicher überhöhter, den Witterungsverhältnissen nicht angepasster Geschwindigkeit aus. Glücklicherweise gab es bei keinem der Verkehrsunfälle schwer verletzte Personen oder tote zu beklagen. Es blieb bei leichteren Verletzungen und Sachschäden in noch nicht bekannter Höhe.

Auf der winterglatten Fahrbahn der Abfahrt der B 12 bei Geisenried kam ein Sattelzug ins Rutschen, weil er für die winterlichen Straßenverhältnisse zu schnell unterwegs war. Er stieß mit zwei Verkehrszeichen und einem Leitpfosten zusammen und verfing sich anschließend an einem Baum, der neben der Ausfahrt stand.

Die Bergung des Sattelaufliegers nahm mehrere Stunden in Anspruch, da schließlich auch der Baum abgesägt werden musste, um den Sattelzug überhaupt wieder auf die Fahrbahn zurückzubekommen. Der Sachschaden beträgt insgesamt circa 3000 Euro. Der Unfall ereignete sich gegen 19 Uhr. Bis die Ausfahrt wieder frei befahrbar war, dauerte es bis kurz nach Mitternacht.

Gegen 19.40 Uhr kam ein 23-jähriger Mann mit seinem Nissan auf der Fahrt von Ebenhofen in Richtung Ruderatshofen auf der glatten Straße nach rechts von der Fahrbahn ab und überfuhr dabei einen Verteilerkasten. Das Auto musste abgeschleppt werden, verletzt wurde niemand. Es entstand ein Gesamtschaden von etwa 11.000 Euro.

Ein 25-jähriger Mann kam am Dienstagabend mit seinem BMW auf der Mühlenstraße in Altdorf ins Rutschen und fuhr gegen ein Verkehrszeichen auf einer Verkehrsinsel. Es entstand ein Sachschaden von ca. 1.000 Euro, verletzt wurde niemand.

Gegen 18.20 Uhr war ein Lkw auf der B 16 von Füssen in Richtung Marktoberdorf unterwegs. In den Kurven am Hochwieswald kam er auf der glatten Straße nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr die drei Meter tiefe Böschung hinab. Der Lkw samt Anhänger kippte um und blieb auf der rechten Seite im Feld liegen. Dabei verletzte sich der 20-jährige Fahrer leicht an der Schulter und an der Hüfte.

Auch dieser Lkw musste durch die Abschleppfirma aufgerichtet und wieder zurück auf die Fahrbahn gezogen werden, was aufgrund der hohen Böschung auch wiederum nicht so leicht war. Zur Bergung musste die Bundesstraße zwischen Kreisverkehr und Rieder die ganze Nacht bis 6 Uhr in der Früh komplett gesperrt bleiben. Die Feuerwehren Rieder und Marktoberdorf waren mit rund 20 Einsatzkräften vor Ort und übernahmen die Absperrmaßnahmen. Der Sachschaden beträgt gute 10.000 Euro.

Am Dienstagnachmittag meldete ein 44-jähriger Mann, dass er in Ried zwischen Oberthingau und Görisried beim Abbiegen ins Rutschen kam und gegen ein Verkehrsschild schlitterte. Bei diesem Verkehrsunfall entstand ein Schaden von etwa 2200 Euro.

Am Dienstagmittag befuhr ein 40-jähriger Mann mit seinem VW die Römerstraße in Bernbach Richtung Bidingen. Im Kurvenbereich kam ihm ein Schneeräumfahrzeug entgegen. Da der rechte Fahrbahnrand noch nicht geräumt war, fuhr der VW-Fahrer etwas zu weit in der Mitte und blieb mit seinem Heck noch am Räumschild des Schneepflugs hängen. Am Schneepflug entstand kein Sachschaden, der am VW beträgt circa 1500 Euro.

Auf der Kreisstraße zwischen Wald und Rückholz begegneten sich am Dienstagnachmittag ein Lkw und ein Geldtransporter. Die Fahrbahn war wegen Schneeverwehungen auf beiden Seiten verengt, so dass die beiden im Begegnungsverkehr jeweils die Spiegel durch den Zusammenstoß beschädigten. Der Gesamtschaden beträgt bei jedem der beiden ungefähr 300 Euro.

kb

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