Die Bagger rollen an

Verkehrssicherheit im Fokus

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Ziemlich staubig ging der Spatenstich mit Westendorfs Bürgermeister Fritz Obermaier (v. li.), Johannes Merk (Leitung Tiefbau), Landrätin Maria Rita Zinnecker, ihrer Stellvertreterin Angelika Schorer, Thomas Hölzl (Leitung Staatliches Bauamt Kempten), Werner Haas (Firma Xaver Schmid) und Anwohner Christoph Kugler vonstatten.

Westendorf – Sicherheit und Langlebigkeit sind die Schlagworte bei umfangreichen Straßenbaumaßnahmen in Westendorf. Bei der derzeit größten Tiefbaumaßnahme im gesamten Ostallgäu hat der Landkreis die Federführung inne, wird aber unterstützt vom Freistaat Bayern und der Gemeinde mit fünf Spartenträgern. Diese sind beispielsweise für neue Wasser- und Gasleitungen zuständig.

Vergangenen Montag setzten unter anderem Landrätin Maria Rita Zinnecker und Westendorfs Bürgermeister Fritz Obermaier in der Ortsmitte zum symbolischen Spatenstich an. Einen „hohen Standard für Autos, Lkws, Fahrradfahrer und Fußgänger“ versprach Zinnecker den vielen anwesenden Westendorfern. Diese bat sie aber auch um Verständnis für entstehende Verkehrsbehinderungen während der Arbeiten. 

In drei Abschnitten wird gebaut werden, wobei parallel auch neue Leitungen gelegt werden. Los geht es mit dem Vollausbau der Gutenberger Straße (April bis Juli 2016) durch den Landkreis. Hier wird auch ein Gehweg neu angelegt, Bauherr ist hierbei die Gemeinde. Der Kurvenverlauf der Straße außerhalb des Ortes in Richtung Gutenberg wird durch einen sanfteren Verlauf stetiger werden, so Markus Dornach vom Kommunalen Bauamt des Landratsamtes. 

Nach diesen Maßnahmen erfährt der Kreuzungsbereich an der Staatsstraße 2055 und Kreisstraße OAL16 einen Ausbau (August bis September 2016). An der sogenannten „Kuglerkreuzung“ passt die Gemeinde die bestehenden Gehwege an und errichtet zwei neue Bushaltstellen, sogenannte „Buskaps“ mit Querungshilfen. Buskaps sind besonders fahrgastfreundlich, da sie niederflurgerecht ausgebaut sind, was vor allem mobilitäseingeschränkten Personen zugute kommen soll. 

Im dritten Abschnitt werden laut Zinnecker durch den Landkreis Deckenbauarbeiten an der Bauhofstraße und Dösinger Straße durchgeführt (September 2016). Hernach wird die „Welt in Westendorf anders aussehen – zumindest die Verkehrswelt“, so Landrätin Zinnecker. 

Laut Bürgermeister Obermaier handelt es sich bei der Maßnahme um ein „Zukunftsprojekt für die Gemeinde“, denn schließlich werden auch Glasfasern verlegt, außerdem auch Wasser- und Gasleitungen und in eine neue Beleuchtung investiert. Es werde ein „spannendes und gutes Baujahr“, auch im Hinblick auf Kreuzungsarbeiten im benachbarten Dösingen, die diese Woche begannen. 

Von den 1,4 Millionen Euro, die für die umfangreichen Baumaßnahmen rund um die Kreuzung investiert werden, stemmt der Landkreis 975.000 Euro. Auf die Gemeinde Westendorf entfallen rund 265.000 Euro, circa 145.000 Euro auf das Staatliche Bauamt Kempten und etwa 25.000 Euro auf Dritte. Vom Freistaat Bayern werden rund 600.000 Euro gefördert. Die Bauarbeiten führt die Firma Xaver Schmid aus Marktoberdorf durch und sollen bis zum September abgeschlossen sein. 

Die Baumaßnahme erhöht die Verkehrssicherheit durch den Gehwegneubau, die Umgestaltung des Kreuzungsbereiches sowie der Anpassung der Linienführung außerorts.

von Martina Staudinger

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