Verspäteter Spatenstich

Start zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses

Beim symbolischen ersten Spatenstich in Mauerstetten
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Beim symbolischen ersten Spatenstich wurde Mauerstettens Bürgermeister Armin Holderried (vorne, 3. v. li.) von Werner Haas vom Bauunternehmen Xaver Schmid, dem Architekten Edgar Kneer und Feuerwehrkommandant Günter Ziegler tatkräftig unterstützt.
  • VonKlaus-Dieter Körber
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Mauerstetten – Obwohl Wasser bei den „Floriansjüngern“ das wohl wichtigste Element für deren Einsätze ist, gab es doch einige besorgte Blicke nach oben. Es regnete in Strömen. Sollte der geplante offizielle erste Spatenstich zum Baubeginn des neuen Feuerwehrgerätehauses buchstäblich ins Wasser fallen? Nein – Petrus hatte ein Einsehen. Das vorbereitete Programm konnte im Trockenen stattfinden.

Zunächst überzeugten sich die erschienenen Gäste davon, dass die Mauerstettener Feuerwehr in guter Lage - gleich am Ortseingang an der Kaufbeurer Straße - den geeigneten Platz für ihr neues Zuhause gefunden hat. Rund 3,8 Millionen Euro soll der Bau kosten, der laut Mauerstettens Bürgermeister Armin Holderried im Herbst 2022 bezugsfertig sein soll.

Mit vierwöchiger Verspätung geht es nun los. Nach zum Teil hitzigen Debatten im Gemeinderat mit den beauftragten Planern und einem engagierten Bauteam der heimischen Feuerwehr, das viele wertvolle Tipps aus der Praxis im weiteren Verlauf einbrachte, ist etwas entstanden, auf das man nun „aufbauen kann“. Der Neubau wurde notwendig, wie Holderried in seiner Begrüßungsrede betonte, weil das alte Feuerwehrhaus im Ortszentrum schon längst nicht mehr den Anforderungen einer leistungsgerechten Feuerwache entsprach und es immer wieder Kritikpunkte bei den routinemäßigen Besichtigungen vonseiten der Kreisbrand­inspektion gab (der Kreisbote berichtete).

So befasste sich der Gemeinderat erstmals Anfang 2017 mit diesem Thema. Dabei stellte sich heraus, dass eine Sanierung und Erweiterung des alten Gebäudes wenig bringe. Die Erkenntnis reifte, dass Mauerstetten nur mit einem Neubau an einer auch strategisch gut geeigneten Stelle den Anforderungen einer modernen und leistungsfähig ausgerichteten Wehr gerecht werden könne. Im September 2017 stieg man in die Vorplanung ein und 2019 wurde im Gemeinderat der einstimmige Beschluss zum Neubau gefasst. Wie Holderried erinnerte, sei mit den Architekten und dem Bauteam in zahlreichen Sitzungen, Besprechungen und Begehungen an den Plänen „gebastelt und gefeilt“ worden. Mit dem Ziel, ein neues Gebäude mit vier Fahrzeugstellplätzen zu errichten, das allen Anforderungen und Auflagen entspricht. Kopfzerbrechen und für reichlich Gesprächsstoff sorgte in der Folgezeit vor allem die Dachkonstruktion, die an solch exponierter Stelle wie dem Ortseingang ins Auge stechen solle.

Ursprünglich sei von etwa 2,9 Millionen Euro Baukosten ausgegangen. Aufgrund derzeit verteuerter Materialien und eingetretener Lieferengpässe habe sich, wie Architekt Edgar Kneer erklärte, eine mehr als 20-prozentige Preissteigerung eingestellt, so dass der Bau am Ende mit 3,8 Millionen Euro zu Buche schlägt. Corona habe ebenfalls „dazwischen gefunkt“ und für die Verzögerung gesorgt. Doch Kneer glaubt trotz aller derzeitiger Probleme fest daran, die geplante Zeitspanne einhalten zu können, so dass die Mauerstettener Feuerwehr pünktlich im Herbst 2022 ihre „Einweihungsparty“ feiern kann.

„Ein guter Tag für Mauerstetten“

Glücklich und zufrieden zeigte sich Kommandant Günter Ziegler. „Ein guter Tag für die Gesamtgemeinde Mauerstetten“, wie er sagte. „Endlich geht es los. Die Mauerstettener Wehr bekommt jetzt ein zukunftsfähiges Zuhause, das allen Ansprüchen gerecht wird. Dazu befinden wir uns hier am Ortsrand in einer absolut optimalen Lage. Es ist genügend Platz, dass man bei Bedarf auch gezielt erweitern kann“. Wichtig – darin waren sich alle einig – sei vor allem die Nähe zur B12 und die gute Erreichbarkeit des neuen Interkommunalen Feuerwehr-Servicezentrums in Germaringen. Mit Elan und wahrem „Feuereifer“ würden sich alle an diesem Projekt bis zum erfolgreichen Abschluss einbringen, und so hoffe er auf einen zügigen und unfallfreien Bauverlauf, erklärte Kommandant Ziegler.

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