Plastikdose mit wichtigem Datenblatt

Dose für den Notfall

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VdK-Kreisvorsitzender Heinz Juergen Rohner stellte in einer Informationsveranstaltung in Marktoberdorf die in einem Pilotprojekt befindlichen SOS-Rettungsdosen vor.

Marktoberdorf – Im Cafe „Greinwald“ stellte der Sozialverband VdK Kreisverband Kaufbeuren-Ostallgäu mit der sogenannten „SOS-Rettungsdose“ kürzlich eine bei uns neue Idee eines Notfallsystems vor.

In Irland und in Teilen Großbritanniens ist dieses Projekt unter der Bezeichnung „Message in a Bottle“, wie VdK Kreisvorsitzender Heinz Juergen Rohner erklärte, schon recht erfolgreich im Einsatz und wird dort bereits von annähernd fünf Millionen Menschen genutzt. Im Rahmen eines Pilotprojektes soll die „SOS-Rettungsdose“ des VdK Kaufbeuren-Ostallgäu als wichtiges Notfallsystem nun auch im Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren eingeführt werden.

Wie Rohner bei dieser Informations- und Einführungsveranstaltung erklärte, handle es sich bei dieser SOS-Dose um ein Angebot für Menschen, die allein zu Hause leben. Damit im Notfall die Ersthelfer ohne Zeitverlust und langes Suchen die wichtigsten Informationen des vorgefundenen Patienten samt Krankheitsdaten zur Hand haben, wurde diese Rettungsdose mit entsprechendem Inhalt entwickelt.

Die Plastikdose mit grün-weißem Aufdruck enthält ein auszufüllendes Datenblatt – die sogenannte Notfallkarte – mit den für den Ersthelfer wichtigsten Informationen. So zum Beispiel ob es sich um einen Marcumar-Patienten oder Diabetiker handelt, beziehungsweise allergische Reaktionen zu befürchten sind. Außerdem biete das System den Rettungskräften zusätzliche Informationen über einzunehmende Medikamente und dessen Krankheiten, sowie die Adresse des behandelnden Hausarztes. In einem Notfall, wo bekanntlich jede Sekunde zählt, könne der schnelle Zugang zu all diesen wichtigen Patientendaten Leben retten.

Die Dose nebst Notfallkarte sollte am besten, wie Rohner seinen Zuhörern vorschlug, im Kühlschrank aufbewahrt werden. Außerdem müsse man zusätzlich die ebenfalls beigefügten grünen, mit entsprechender Aufschrift versehenen Aufkleber, an der Wohnungstür und am Kühlschrank anbringen. So wisse der Rettungsdienst sofort, dass eine solche „SOS-Rettungsdose“ vorhanden ist und vor allen Dingen wo diese aufbewahrt wird. Derzeit sind bereits an die 500 dieser Dosen im Landkreis verbreitet und im Einsatz.

Kreisgeschäftsführer Mathias Hochmuth wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass der VdK diese „SOS-Rettungsdosen“ seinen Mitgliedern kostenlos zur Verfügung stellt. Dabei sind diese im Landkreis und in der Stadt Kaufbeuren bei den Ortsverbänden und Kooperationspartnern erhältlich. Für eine Spende zugunsten des VdK und dessen segensreicher Arbeit sei man auch in diesem Fall dankbar.

von Klaus-Dieter Körber

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