Der Startschuss fällt

„Mit LOS, dem Bundesprogramm Lokales Kapital für soziale Zwecke, wurde in den vergangenen drei Jahren in Kaufbeuren und Neugablonz vieles bewegt. Ich freue mich sehr, dass Kaufbeuren für das Nachfolgeprogramm 'Stärken vor Ort' berücksichtigt wurde. So können wir die mit LOS begonnene Arbeit fortführen und für Neugablonz einen nachhaltigen Aufbau gewährleisten,“ mit diesen Worten begrüßte Oberbürgermeister Stefan Bosse vergangene Woche die im alten Sitzungssaal im Rathaus zusammengekommenen Mitglieder des lokalen Begleitausschuss von „Stärken vor Ort“.

Bosse bedankte sich bei der Koordinierungsstelle Kaufbeuren-aktiv für die hervorragende Vorarbeit und bei den Anwesenden für die Bereitschaft, das Programm in den kommenden Monaten ehrenamtlich zu begleiten. Er hob hervor, welch hohe Kompetenz mittlerweile in Kaufbeuren und insbesondere in der Koordinierungsstelle Kaufbeuren-aktiv in Bezug auf Förderprogramme vorhanden ist. Die im Januar eingereichte Bewerbung um die Teilnahme an „Stärken vor Ort“ wurde kürzlich positiv beschieden. Ab sofort stehen Kaufbeuren als eine von 264 geförderten Städten und Kommunen Projektfördermittel in Höhe von 85000 Euro für das laufende Jahr 2009 zur Verfügung. Sehr zeitnah wurde nun die konstituierende Sitzung des lokalen Begleitausschuss einberufen. Neben der Zusammenstellung des Begleitausschusses standen dabei die Auswahl und Bewilligung der Projekte und Fördergelder im Vordergrund. Dem sechszehnköpfigen lokalen Begleit- ausschuss oblag in seiner ersten Sitzung die Auswahl der förderwürdigen Mikroprojekte. Elf Projekte wurden den Ausschussmitgliedern einzeln präsentiert und vorgestellt. Zehn fanden ihre Zustimmung und werden in der laufenden Projektphase mit jeweils bis zu 10000 Euro gefördert. Ziel der Projekte ist die Verbesserung der sozialen, schulischen und beruflichen Integration junger Neugablonzer zwischen 14 und 17 Jahren mit schlechten Startchancen. Projektträger der laufenden Projektphase sind Vereine, Wohlfahrtsverbänden, örtliche Unternehmen, sowie Schulen bzw. Fördervereine. Wie immer ist die lokale Koordinierungsstelle Kaufbeuren-aktiv zentrale Anlaufstelle für die Projektträger und Projektteilnehmer, verwaltet die Finanzen und betreut die Projektträger inhaltlich. Der lokale Begleitausschuss fungiert als Steuerungsinstanz, zudem ist jedes Begleitausschussmitglied Mentor eines der Projekte der laufenden Förderphase. Der Mentor begleitet sein Projekt und berichtet regelmäßig über Stand und Ergebnisse. „In Kaufbeuren wird das Hauptaugenmerk im Programm bei der Förderung der Jugend liegen. Zudem ist uns die Vernetzung der Mikroprojekte untereinander wichtig. Unser Ziel ist, innerhalb der dreijährigen Programmphase von 'Stärken vor Ort' das in Kaufbeuren und Neugablonz bereits bestehende Netzwerk zur Förderung von Jugendlichen weiter auszubauen“, so Caroline Moser zur Zielsetzung für die kommenden Monate. „Stärken vor Ort“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds, des BMFSFJ und der Europäischen Union gefördert. Weitere Informationen zu „Stärken vor Ort“ in Kaufbeuren sind dem Internet zu entnehmen und zwar auf www. kaufbeuren-aktiv.de.

Meistgelesen

Sudetendeutsche Schicksale nach 1945
Sudetendeutsche Schicksale nach 1945
„An den Grenzen des guten Geschmacks“
„An den Grenzen des guten Geschmacks“
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Frauen in der Leitungsebene
Frauen in der Leitungsebene

Kommentare