Kaufbeuren nimmt an AOK-Förderprogramm teil

Startschuss „gesunde Kommune“

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Die AOK Bayern unterstützt Kaufbeuren auf dem Weg zur „gesunden Kommune“: Referatsleiter Alfred Riermeier (v. li.), Prof. Dr. Marcus Zinsmeister (Hochschule Kempten), Julia Mergler (Bildungsbüro Kaufbeuren), Oberbürgermeister Stefan Bosse, Bernd Ruppert (kommissarischer Direktor AOK) und Robert Markthaler (Bereichsleiter AOK Kaufbeuren) bei der Urkundenübergabe.

Kaufbeuren – Die Stadt Kaufbeuren ist auf dem Weg, eine „gesunde Kommune“ zu werden. Das Förderprojekt der AOK Bayern unterstützt dieses Vorhaben mit einem Betrag von rund 60.500 Euro. In der ersten Phase, der Bedarfsermittlung, wird dazu in Kooperation mit der Hochschule Kempten ermittelt, wie es um den Gesundheitsstatus der Kaufbeurer Bevölkerung bestellt ist, um dann neue, auf die Bedürfnisse der Bürger zugeschnittene Angebote bereitstellen zu können.

Das Projekt widmet sich den gesundheitlichen Belangen der Bürger und hat zum Ziel, auf Dauer das Wohlbefinden des Einzelnen aufrechtzuerhalten und zu verbessern. Dazu soll das Gesundheitsbewusstsein gestärkt und entsprechende Angebote zur Verfügung gestellt werden.

In der ersten Projektphase, die eine Laufzeit von einem Jahr hat, wird zunächst ein Gemeindeprofil erstellt, indem bereits bestehende Daten ausgewertet und neue Informationen, zum Beispiel durch Bürgerbefragung, erhoben werden. Auf diesem Wege sollen aktuelle und potentielle Gesundheitsprobleme, sowie Versorgungslücken ausfindig gemacht werden.

Alfred Riermeier, Leiter des Jugend- und Familienrats der Stadt, hob den „Wunsch vieler Bürger, gesund leben zu wollen“ als „zentrales Thema“ hervor, das oft angesprochen werde, und sprach im Zuge des Team-Projekts von einer „Verantwortungsgemeinschaft“.

Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse war erfreut über den „Startschuss in das neue Projekt mit guten Partnern an der Seite“, und von der Nachhaltigkeit des Unterfangens überzeugt. Bildung sei ein „integraler Bestandteil unseres Handels“ und könne in diesem gesundheitlichen Zusammenhang unter anderem dazu beitragen, dass Menschen „mit höherer Lebensqualität alt werden können“. Jetzt gelte es nur noch, in der Zusammenarbeit „das Thema mit Leben zu füllen“.

Prof. Dr. Marcus Zinsmeister von der Hochschule Kempten wies hier insbesondere auf die Präventivmaßnahmen hin, die mit dem Projekt einhergehen, und die dem Entstehen von Krankheiten vorbeugen sollen. Ein zentrales Anliegen sei es, die Angebote als Antwort auf die Interessen und Wünsche der Bürger zu formen. Das Ergebnis der Datenanalyse in der Vorbereitungsphase, die auch die Bürgerbeteiligung in wesentlichem Maße mit einschließt, solle idealerweise die Lebenswirklichkeit des Einzelnen spiegeln.

Insofern bezeichnete Bernd Ruppert als kommissarischer Direktor der AOK den künftigen Verlauf des Projekts als „dynamische Entwicklung“, die den beständigen Dialog mit den Menschen vorsehe; in der Umsetzungsphase, wenn die konkreten Maßnahmen kommen, müsse man „schauen, wie das Angebot dann tatsächlich angenommen wird“ – zum Beispiel, was die zeitliche Vereinbarung mit dem Berufsalltag betrifft.

Ein gegenseitiger Austausch sei wesentlich, um die Belange der Betroffenen zu erfüllen, wie auch Julia Mergler vom Kaufbeurer Bildungsbüro bekräftigte. So wolle man transparent vorgehen, um auf die Bedürfnisse der einzelnen Gruppen eingehen zu können. Eine enge Zusammenarbeit sei nötig, damit zielgerichtete Angebote für die Bürger gemacht werden, und dabei auch diejenigen erreicht werden können, die bislang nicht erfasst wurden.

von Mahi Kola

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