"Ein Haus für alle"

Spatenstich für Mauerstettener Dreifachsporthalle

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Freudestrahlend und in Siegerpose zeigten sich alle Beteiligten beim symbolischen ersten Spatenstich der neuen Dreifachsporthalle in Mauerstetten.

Mauerstetten – Schon seit vielen Jahren, so Bürgermeister Armin Holderried, sei in den Köpfen von Vorstandsmitgliedern der Sportvereine in Mauerstetten, aber auch im Gemeinderat, der Gedanke zum Neubau einer entsprechenden Sporthalle herumgegeistert. Die vorhandenen Kapazitäten des Sonnenhofs und der Schulturnhalle reichten schon seit langem nicht mehr aus und so entschloss sich der Gemeinderat, nach intensiven Gesprächen und teilweise hitzigen, aber stets sachlich geführten Diskussionen, das „Projekt Dreifachsporthalle“ zu starten.

Das Planungsbüro Riehle+Assoziierte, erhielt nach einem von der Gemeinde ausgeschriebenen Wettbewerb den Auftrag dieses Großprojekt zu planen und umzusetzen. Es folgten daraufhin erneut zahlreiche Besprechungen und Verhandlungen im Gemeinderat, mit den Sportvereinen und den Planern. Nach mehreren gezielten Besichtigungen vergleichbarer Hallen war ein machbarer Weg gefunden, um das Ganze auch in der Praxis umzusetzen.

Kürzlich war es nun so weit. In unmittelbarer Nähe zu den Mauerstettener Tennisanlagen konnte der symbolische erste Spatenstich begangen werden. Die Freude darüber war allen Anwesenden anzumerken. Zahlreiche Gäste, darunter auch Kinder und Jugendliche der einzelnen Sportabteilungen, sowie Mitglieder des Gemeinderates, Planer, Architekten und Vertreter der am Bau beteiligten Firmen, hatten sich auf der Baustelle eingefunden.

Schweres Gerät der Firma Hubert Schmid befindet sich hier bereits seit Mitte August im Einsatz, um eine insgesamt 15.000 Quadratmeter große Fläche entsprechend in Form zu bringen. Dabei müssen an die 20.000 Kubikmeter Erdreich bewegt werden.

Bürgermeister Holderried bezeichnete die Umsetzung dieses Bauvorhabens als einen „wahren Kraftakt“ für die Gemeinde. Eine damit verbundene Verschuldung habe man in Kauf genommen, die unter Umständen auch Kritiker „auf den Plan rufen“ werde. Dieser Kritik müsse man sich jedoch stellen, so das Gemeindeoberhaupt. Schließlich handle es sich hier in erster Linie um eine Investition für die Zukunft, für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde. In diesem Zusammenhang wies Holderried darauf hin, dass gerade der Sport ein wichtiges Instrument dafür sei, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und den erforderlichen Teamgeist zu fördern. Tugenden, die in einer intakten Dorfgemeinschaft von größter Wichtigkeit seien.

Thorismuth Gaiser, Geschäftsführer des beauftragten Planungsbüros Riehle+Assoziierte, erklärte in seiner Rede, dass man sich von Anfang an darum bemüht habe, in die Planungen all das einfließen zu lassen, um gewährleisten zu können, dass am Ende auch alles passt. „Wir haben ein Haus für alle geplant“, so Thorismuth Gaiser.

Mitte Oktober 2019 werde mit den Rohbauarbeiten begonnen. Dabei entstehe eine 63 Meter lange und 43 Meter breite Halle, die allerdings wegen ihrer partiellen Eingrabung nur etwa zur Hälfte sichtbar sein wird. Insgesamt 28.420 Kubikmeter umbauter Raum werden dabei in Angriff genommen. Für die bisher größte Baumaßnahme der Gemeinde müssen laut Holderried rund 15 Millionen Euro gestemmt werden. Wenn alles planmäßig verlaufe, könne das komplette Sportareal im Frühsommer 2021 seiner Bestimmung übergeben werden.

von Klaus-Dieter Körber

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