Startschuss für neue Wache

Spatenstich: Arbeiten für Neubau des Kaufbeurer Feuerwehrgerätehauses beginnen

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Oberbürgermeister Stefan Bosse (v. li.), Architekt Sebastian Kittelberger vom Planungsbüro „dasch zürn + partner“ aus Stuttgart und Kommandant Helmut Winkler halten den Plan.

Kaufbeuren – Zehn Millionen Euro nimmt die Stadt für den Neubau der Hauptfeuerwache in die Hand. Am vergangenen Donnerstag fand dafür der symbolische Spatenstich statt, der den Start der Arbeiten in der Neugablonzer Straße einläutete.

In den Wochen zuvor wurde der Altbau bereits abgebrochen, lediglich der Kopfbau blieb erhalten. Dieser beherbergt die Katastropheneinsatzleitung, die aus dem Keller der Fahrzeughalle in diese Räumlichkeiten gezogen ist.

Neben dem zweigeschossigen Kopfbau war nach ersten Planungen auch angedacht, den Schlauchturm zu erhalten, was aber aus technischen Gründen nicht umgesetzt werden konnte, wie Oberbürgermeister Stefan Bosse in einem Rückblick darstellte. Auf dem bisherigen Gelände an der Neugablonzer Straße entstehen nun eine neue Fahrzeughalle sowie ein weiteres Gebäude mit neuem Schlauchturm, das die Einsatzzentrale und Werkstatträume sowie Sozial- und Schulungsräume beherbergen wird. Ende 2019 soll die Feuerwehr, die während der Bauphase interimsweise im alten Eisstadion untergebracht ist, in die neuen Räumlichkeiten einziehen können. Und dieser Erweiterungsbau soll dann, so Bosse, „100 Jahre halten“ und den stetig steigenden Bedürfnissen einer Feuerwehr dienlich sein.

Die Anfahrt der Feuerwehrleute bei einer Alarmierung soll von der Gutenbergstraße aus erfolgen und die Löschfahrzeuge sollen über die Neugablonzer Straße ausrücken. Eine Kreuzung von Anfahrts- und Abfahrtswegen wird somit nach der Planung des Büros „dasch zürn + partner“ vermieden.

Das Planungsbüro aus Stuttgart war aus einem Architektenwettbewerb im März 2016 als Sieger hervorgegangen. Bereits im Jahr 2007 hat der Stadtrat beschlossen, die Feuerwehrwache zu erweitern. Intensive Planungen und mehreren Studien hätten aber zunächst zu keiner funktionalen Lösung geführt, sagte Bosse beim Festakt. So sei schließlich 2015 der Realisierungswettbewerb ausgelobt worden.

Beide Gebäude werden übrigens ein begrüntes Flachdach erhalten, Keller sind nicht vorgesehen. Dafür bekommt die Feuerwehr jedoch eine Dach­terrasse. Einen Grill will laut Bosse der Stadtrat spendieren, der im März von der Kaufbeurer Feuerwehr im Zuge der „Cold Water Grill Challenge“ – bei der nebenbei Spenden für soziale Zwecke gesammelt werden – aufgefordert worden war, binnen einer Woche ein Kaltwassergrillen zu veranstalten, einen Film zu drehen und ins Netz zu stellen. Da der Stadtrat dieser Aufforderung wohl nicht nachgekommen war, begleicht er nun mit dem Grill seine Schulden.

von Martina Staudinger

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