Innenminister und DB entscheiden sich für dritten Kaufbeurer Haltepunkt

Bahnhalt im Haken kommt sicher

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Im Rahmen der „Stationsoffensive Bayern” wird es bis spätestens 2023 im Stadtteil Haken einen weiteren Bahnhalt in Kaufbeuren geben

Kaufbeuren – Neben dem bereits zugesagten Haltepunkt Kaufbeuren-Neugablonz am früheren Bahnhof Leinau plant die Deutsche Bahn auf der Strecke Buchloe-Kaufbeuren nun noch einen weiteren Halt: Kaufbeuren-Nord.

Dieser wird im Kaufbeurer Stadtteil Haken liegen. Dies verkündeten jetzt Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann und Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station & Service AG im Rahmen der bundesweit ersten Rahmenvereinbarung zur „Stationsoffensive“. Die Investitionskosten für die 20 neuen Halte in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro tragen der Freistaat Bayern und die DB je zur Hälfte. 

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse sagt dazu: „Wir freuen uns sehr über diese Zusage. Das ist eine äußerst erfreuliche Entwicklung, die die gesamte Umgebung des neuen Haltepunktes aufwertet. Die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel steht auch schon: Es liegt bereits ein Stadtratsbeschluss vor, hier eine Bushaltestelle einzurichten. Alle Bahnreisenden kann ich beruhigen: es wird keinen Fahrzeitverlust geben“. 

Auch Bernhard Pohl, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Landtagsfraktion und Kaufbeurer Stadtrat, sieht diese Ankündigung durchweg positiv: „Nachdem uns für das Jahr 2020 bereits der Bahnhalt Kaufbeuren-Neugablonz zugesagt wurde, bekommen wir nun einen weiteren in den Haken. Das stärkt die Verkehrsanbindung Kaufbeurens nach München und Augsburg und in die gesamte Region. Eine gute Entscheidung!“ 

Begeisterung für KF 

Pohl sieht darin insbesondere für Pendler eine echte Verbesserung. Er erwartet aber auch eine Zunahme der Bahnreisenden, da das Verkehrsmittel Bahn durch diese zusätzlichen Angebote attraktiver werde, und sieht hier auch ein wichtiges Argument für den Zuzug von Menschen aus dem Großraum München. „Wir gewinnen durch die neue Haltestelle zusätzliche Optionen bei der Stadtentwicklung, aber auch weitere gute Argumente, um Menschen aus dem Großraum München für unsere Stadt zu begeistern. Es liegt nun an uns, diese Chance zu nutzen. In weiteren Gesprächen sollten wir ein besonderes Augenmerk darauf legen, die Bahnhalte barrierefrei zu gestalten.“ 

Pohl erinnert dabei an die Petition zur Barrierefreiheit des künftigen Hauptbahnhofs in Kaufbeuren, die noch im März vom Landtag behandelt werden solle.

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