Babyboom in der Stadt

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424 Kinder haben Kaufbeurerinnen im Jahr 2016 auf die Welt gebracht. Viele davon heißen Sophia/Sophie oder Maximilian.

Kaufbeuren – Wer sein neugeborenes Kind im vergangenen Jahr 2016 Sophia/Sophie oder Maximilian genannt hat, befindet sich damit in bester Gesellschaft. Wieder einmal landeten diese auf den vorderen Plätzen der beliebtesten Vornamen. Dies geht aus der Statistik des Standesamtes Kaufbeuren für das Vorjahr hervor. Daneben liefert Standesbeamte Mathias Müller einige weitere Daten und Fakten über die Kaufbeurer.

Das Standesamt hat nach Angaben von Müller im Jahr 2016 923 Geburten beurkundet – das sind 79 mehr als im Vorjahr und entspricht einem Zuwachs von 9,1 Prozent. Bei 256 (2015: 202) war zumindest ein Elternteil nicht deutsch, was einen Prozentsatz von 27,6 ausmacht. 2016 kamen 43 Kinder von Flüchtlingen in Kaufbeuren auf die Welt (2015: 15). 530 Babys wurden im Klinikum Kaufbeuren geboren, deren Eltern nicht in der Wertachstadt leben, was einem Anteil von 57,4 Prozent entspricht (2015: 491). Kaufbeu­rer Bürgerinnen haben im vergangenen Jahr 41 Kinder mehr auf die Welt gebracht als 2015, nämlich 424. Hiervon wurden 393 Babys in Kaufbeuren entbunden.

21 der 923 Neugeborenen heißen Sophie und 23 Maximilian. In der Beliebtheitsskala der Vornamen folgen für Mädchen Marie (19) und Emilia (14). Bei den Buben landen die Namen Alexander und Paul mit jeweils zwölf neuen Namensträgern auf Platz Zwei, gefolgt von je elf Kindern, die auf die Namen Elias, Felix, Jakob und Jonas hören.

Den Geburten gegenüber stehen im Jahr 2016 789 im Standesamt Kaufbeuren beurkundete Sterbefälle gegenüber. Das sind 64 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der verstorbenen Kaufbeu­rer Bürger ist mit 466 Sterbefällen gegenüber dem Vorjahr wieder weiter um 19 zurückgegangen, so Müller. Vergleicht man die 424 Geburten mit den 466 Sterbefällen der ortsansässigen Sterbefälle, verzeichnet Kaufbeu­ren wie immer in den vergangenen 28 Jahren, die Müller auflistet, einen Sterbeüberschuss. Mit einer Anzahl von 42 ist das aber vergleichsweise gering. Bis zum Jahr 2003 zurück lag die Zahl immer über 100, oftmals sogar über 200.

Der Heiratsboom von 2015 hat im vergangenen Jahr etwas nachgelassen: 260 Ehen wurden in Kaufbeuren geschlossen, im Jahr zuvor waren es noch 289 an der Zahl. Auswärtige Paare, die in Kaufbeuren 2016 heirateten, sind mehr geworden, nämlich 78 im Vergleich zu 71 Paare im Jahr 2015. Müller führt das auf das vom Kaufbeurer Standesamt gesetzte Angebot und „den traumhaft schönen Magistratssaal“ zurück. Uneingeschränkt beliebt bleibe laut Müller für Paare das romantische Angebot der Candle-Light-Trauung. 14 Paare wurden 2016 bei Kerzenschein ins Eheglück geführt. Das Kaufbeurer Standesamt hat zudem eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft zweier Männer begründet.

Etwas weniger Bürger als 2015 sind aus der Kirche ausgetreten, nämlich 238 (2015: 256). Auf die römisch-katholische Kirche entfallen 138 Austritte, auf die evangelische 96 und vier Personen sind aus sonstigen Religionsgemeinschaften ausgetreten, so Müller.

Hatte der Kreisbote am 24. Dezember 2016 Angaben von Oberbürgermeister Stefan Bosse zufolge noch verkündet, dass die Einwohnermarke von 45.000 Euro um drei Personen überschritten wurde, so lebten laut Müller am 31. Dezember doch wieder nur 44.988 Einwohner in Kaufbeuren.

von Martina Staudinger

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