„Sozial, bürgernah und kompetent“

Stefan Elmer will Bürgermeister von Marktoberdorf werden

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Sozial, bürgernah und kompetent – das hat sich Bürgermeisterkandidat Stefan Elmer (rechts) von der SPD auf die Fahnen geschrieben. SPD-Vorstand Christian Wagner gratuliert zur Wahl.

Marktoberdorf – „Mich hat schon immer der Wunsch nach Gerechtigkeit angetrieben“, sagte Stefan Elmer in seiner Bewerbungsrede vor dem Ortsverein der SPD vergangenen Donnerstag im Gasthaus Dubrovnik.

Einstimmig (mit einer Enthaltung) wurde er von den Mitgliedern der SPD Marktoberdorf zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2020 aufgestellt. So ist es vor allem mehr soziale Gerechtigkeit, die Elmer in der Kreisstadt etablieren möchte.

Seit 2014 sitzt Stefan Elmer für die Marktoberdorfer SPD im Stadtrat, seit kurzem hat er dort auch die Rolle des Fraktionssprechers inne. Ehrenamtlich engagiert sich der 44-jährige Polizeihauptkommissar als Elternbeiratsvorsitzender der Adalbert-Stifter-Schule, als Trainer beim FSV Marktoberdorf und als Ansprechpartner der Marktoberdorfer „parents for future“. Vor wenigen Wochen dann entschloss sich Stefan Elmer, für die SPD um das Amt des Stadtoberhaupts zu kandidieren. Seinen Wahlkampf stellt er unter das Motto: „sozial, bürgernah und kompetent“.

Bürger sollen im Mittelpunkt stehen

In seiner Rede setzte Elmer Schwerpunkte im sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau, in der zeitnahen Planung von Baugebieten, einer Belebung der Innenstadt und einem Verkehrskonzept für alle Generationen. Er gibt sich offen und ansprechbar: „Als Bürgermeister ist es mir wichtig, Ihnen zuzuhören und zielgerichtet Verbesserungen für Sie umzusetzen“, sagte er in Richtung der SPD-Mitglieder. „Die Bürger sollen im Mittelpunkt der Marktoberdorfer Stadtpolitik stehen.“ Und Elmer wird konkret: „Als Bürgermeister werde ich bezahlbaren Wohnraum schaffen und kein stupides ,Weiter so!‘ unterstützen.“ Er will den Einfluss der Stadt auf die Fläche des ehemaligen Krankenhausareals geltend machen, Mietpreise steuern, den Planungsstau bei der Entwicklung städtischer Baugebiete auflösen und keine Privatisierung der städtischen Wohnungen zulassen.

Auch für die Entwicklung der Innenstadt hat Elmer bereits einen konkreten Plan. Er will in Annäherung an das SPD-Gesamtkonzept zur Stadtentwicklung mit dem Emmi-Fendt-Haus/Weißenbachareal für einen zentralen Gastronomie- und Einkaufsplatz sorgen. In Richtung Stadtverwaltung mahnte er, dass zu wenig mit den Gebäuden der Innenstadt im städtischen Besitz geschehe. „Fast keine der Empfehlungen aus 13 Gutachten zur Innenstadtbelebung wurden in den letzten sechs Jahren umgesetzt,“ sagte er. Mit ihm als Bürgermeister solle das anders werden.

Moderner öffentlicher Nahverkehr

Viele Gedanken hat sich der SPD-Stadtrat auch bereits um ein sinnvolles Verkehrskonzept gemacht. Er will einen modernen öffentlichen Personennahverkehr als Linienverkehr bis in die Ortsteile einführen und diesen durch ein Rufbussystem ergänzen. „Als Bürgermeister werde ich meine ganze Kraft dafür einbringen, dass wir eine funktionierende Buslinie haben,“ so Elmer. Denn der ÖPNV sei unabdingbar für die Teilhabe aller Menschen in Markt­oberdorf.

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Hannig gratulierte Stefan Elmer zur Wahl des Bürgermeisterkandidaten und lobte den Elan und Esprit, mit dem Elmer den Wahlkampf angehe. Stefan Elmer ist mit Dr. Wolfgang Hell (CSU), Jörg Schneider (Bündnis 90/Die Grünen) und Michael Eichinger (Freie Wähler) nun der vierte Kandidat, der seinen Hut bei der Wahl am 15. März 2020 für das Bürgermeisteramt in den Ring wirft.

Stefan Elmer

Zur Person: Stefan Elmer

Geboren 1975 in Kempten, aufgewachsen in Wiggensbach

verheiratet, zwei Kinder aus erster, zwei in der zweiter Ehe

Polizeihauptkommissar in Marktoberdorf seit 1998

wohnhaft in Marktoberdorf seit 2005

SPD-Mitglied seit 2014

SPD-Stadtratsmitglied seit 2014 und Fraktionsvorsitzender seit 2019

Hobbys: Joggen, Fußball, Tennis, Kochen und Filme

Angelika Hirschberg

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