Steinmetz Rudolph aus Obergünzburg erhält Schweizer Qualitätszeichen

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Hermann Rudolph, Steinmetz aus Obergünzburg, Innungsmeister des Landesverbands Bayerischer Steinmetze und stellvertretender Bundesinnungsmeister, beteiligt sich regelmäßig am Qualitätszeichenwettbewerb des Verbandes Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister (VSBS). Nach 2007 hat er nun zum zweiten Mal eine Auszeichnung für ein außergewöhnliches Grabmal erhalten.

Über diese hohe Anerkennung freut sich Hermann Rudolph sehr, gilt doch das Schweizer Qualitätszeichen als Top-Auszeichnung für beste gestalterische und handwerkliche Arbeit. Obwohl der Wettbewerb allen aus dem deutschsprachigen Raum offensteht, reichen nur wenige Steinmetze aus Deutschland ihre Arbeiten ein. „Zum einen ist das Qualitätszeichen hierzulande nur Wenigen bekannt, zum anderen ist der Anteil an Industrie- und Handelsware bei Grabmalen in Deutschland noch sehr hoch“, erklärt Rudolph. 

Hermann Rudolph

Seine prämierte Familiengrabstätte steht für eine Mutter und ihre beiden Kinder, die bei einem Unfall ums Leben kamen. Die drei Verstorbenen pflegten untereinander Zeit ihres Lebens eine liebevolle und sehr enge, familiäre Beziehung. „Aus diesem Ansatz heraus entwickelte sich bei der Gestaltung der Grundgedanke für die raumgreifende, gebogene Form des Grabzeichens“, so Rudolph, der bei der handwerklichen Umsetzung ohne maschinelle Hilfsmittel auch die unterschiedlichen Charaktere der Verstorbenen berücksichtigte. Die um den Stein gelegten Bruchstücke sind bei der Bearbeitung entstanden und sollen die Entstehung des Zeichens aus einem quaderförmigen Block symbolisieren. Aus einem weggesägten Stück des Zeichens ist ein Schriftstein mit den Signaturen der Verstorbenen an der Unfallstelle entstanden, um so die Verbindung vom Zeichen zum Unfallort aufzuzeigen.

Die sieben Jury-Mitglieder, die sich alle durch hochstehendes gestalterisches Schaffen ausweisen, beurteilen in mehreren, zeitintensiven Begutachtungen die Kreativität und handwerkliche Ausführung der eingereichten Objekte. In diesem Jahr wurden lediglich 4 Arbeiten prämiert. Für jede abgelehnte Arbeit gibt es auf Wusch eine ausführliche Erklärung, warum es zum Qualitätszeichen nicht gereicht hat, was Rudolph sehr an diesem Wettbewerb schätzt: „Das war für mich in der Vergangenheit immer wertvoll und brachte mich enorm weiter.“ Und dieses Jahr reichte es zur begehrten Auszeichnung laut einstimmigem Beschluss der Jury. Doris Solenthaler, selbstständige Bildhauerin in der Schweiz und Vorsitzende der Jury fasst die Entscheidung zusammen: „Uns hat die Arbeit sehr berührt, das ist tiefe Emotion, handwerklich hervorragend umgesetzt in greifbarem Stein.“ 

Steinmetz Rudolph: Impressionen

 © Steinmetz Rudolph
 © Steinmetz Rudolph
 © Steinmetz Rudolph
 © Steinmetz Rudolph
 © Steinmetz Rudolph
 © Ste inmetz Rudolph
 © Steinmetz Rudolph
 © Steinmetz Rudolph
 © Steinmetz Rudolph
 © Steinmetz Rudolph
 © Steinmetz Rudolph
 © Steinmetz Rudolph

Hermann Rudolph schätzt die Auszeichnung auch für seine Kunden, die ihm in einer äußerst schwierigen persönlichen Situation mit enorm viel Vertrauen und Offenheit begegnet seien. „Ich betrachte das ausgezeichnete Grabzeichen als ein Projekt, das von allen Beteiligten mit viel Engagement, Emotion und Ernsthaftigkeit umgesetzt werden konnte.“

Alle Informationen zu Steinmetz Rudolph finden Sie auf der Webseite www.steinmetz-rudolph.de

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