Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ketterschwang

Stets einsatzbereit

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Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ketterschwang e.V.: 1. Vorsitzender Wilfried Moser (stehend v. li.), Schriftführer Robert Köpfle, Kreisbrandmeister Bejamin Biechele, Bürgermeister Helmut Bucher, sowie Kommandant Hubert Zingerle (sitzend v. li.), Jugendwart Sebastian Kögel und 2. Vorstand Andreas Kracker.

Ketterschwang – Die extrem schlechten Witterungsverhältnisse mögen den einen oder anderen Floriansjünger davon abgehalten haben, die diesjährige Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ketterschwang zu besuchen. Trotzdem freute sich 1. Vorsitzender Wilfried Moser darüber, dass nur einige wenige Plätze im Nebenzimmer vom Gasthaus Fischer unbesetzt blieben und begrüßte neben Aktiven und Passiven auch eine erfreuliche Anzahl von jungen Nachwuchskräften. Darüber hinaus waren Bürgermeister Helmut Bucher und Kreisbrandmeister Benjamin Biechele erschienen.

Anschließend ging es in der Tagesordnung weiter und Herbert Eberle informierte die Versammlung über einen soliden Kassenstand. Die Kassenprüfer bescheinigten ihm eine ordnungsgemäße Führung der Bücher. Die Entlastung des Kassenwarts und der Vorstandschaft erfolgte einstimmig.

Schriftführer Robert Köpfle verlas das Protokoll der letztjährigen Versammlung und gab im Anschluss einen Jahresrückblick auf 2017 und berichtete von etlichen Vorstandssitzungen, Faschingsveranstaltungen, der Maibaumaufstellung, dem Besuch von Floriansmessen u.a. in Kraftisried, der Kameradschaftspflege mit Freunden aus Sylt, Terminen der Fahnenabordnung und überbrachten Glückwünschen zu Geburts- und sonstigen Ehrentagen.

Jugendwart Sebastian Kögel konnte mit einem gewissen Stolz darauf hinweisen, dass in Ketterschwang auch im Nachwuchsbereich erfolgreich gearbeitet wird. Insgesamt zehn Jugendfeuerwehrler, darunter drei Mädchen, zwischen elf bis 17 Jahren würden fachgerecht ausgebildet und nach Erreichen der Altersgrenze in den aktiven Dienst übernommen. Er dankte für die gute finanzielle Unterstützung und gab bekannt, dass man augenblicklich eine größere Werbeaktion plane. Schließlich sei man auf einen motivierten und engagierten Nachwuchs mehr denn je angewiesen.

Laut Kommandant Hubert Zingerle zählt die Freiwillige Feuerwehr Ketterschwang zur Zeit 38 aktive Mitglieder, davon 28 Feuerwehrdienstleistende, vier Anwärter zwischen 16 und 18 Jahren, sowie sechs Anwärter unter 16 Jahren. Es gab insgesamt zwölf Einsätze mit 100 Einsatzstunden. Neben Schulungen und Übungen mussten auch zahlreiche verkehrstechnische Maßnahmen, wie Absperrdienste usw. übernommen werden.

2017 stand auch eine Inspektion in Ketterschwang an, bei der unter andrem Kreisbrandinspektor Georg Trautwein, Kreisbrandmeister Benjamin Biechele und Bürgermeister Helmut Bucher beteiligt waren. Kommandant Zingerle erklärte, dass sich Privatpersonen bei Einsätzen, aber auch bei Übungen, nicht unmittelbar am Einsatzort aufhalten sollen, da dies zu gefährlich sei. Ebenso müsse eine gewisse Distanz gewahrt bleiben. Es gehe nicht an, dass Feuerwehrler im Einsatz angepöbelt, beleidigt oder sogar angegriffen werden. Hier müsse unbedingt gehandelt und Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Kreisbrandmeister Benjamin Biechele nahm zusammen mit dem Kommandanten die Ehrung und Dienstgradbeförderungen vor. Für 25 Jahre Dienstzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr erhielt Robert Köpfle, der am 14. Januar 2017 zum Oberfeuerwehrmann befördert wurde, das Ehrenkreuz in Silber.

Zu Feuerwehranwärtern wurden nach bestandener MTA-Zwischenprüfung ernannt: Julia Ledermann, Florian Lang, Florian Ledermann und Andreas Riefler. Feuerwehrmann aufgrund der bestandenen Modularen Truppausbildung und Prüfung zum Truppführer wurden Philipp Brem und Christoph Garke. Das Leistungsabzeichen Gold-Rot für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielt Robert Köpfle. Oberfeuerwehrmann Sebastian Kögel wurde zum Löschmeister für die Funktion als Gruppenführer befördert. Dominic Lang und Lena Ledermann, beide aus der Jugendfeuerwehr, konnten den Anwesenden als neu aufgenommene Mitglieder in die Aktive Feuerwehr Ketterschwang vorgestellt werden.

Ketterschwangs Bürgermeister Helmut Bucher dankte in seinem Grußwort im Namen der Gemeinde und erklärte, dass gerade im Bereich der Hilfsorganisationen große Anstrengungen künftig zu unternehmen seien, um Jugendliche heranzuziehen. „Wir brauchen dringend Nachwuchs als Ergänzung zu den erfahrenen Einsatzkräften. Eine gesunde Mischung macht‘s“, so Bucher. Man werde auch weiterhin für die Jugendarbeit und bei Anschaffungen stets ein offenes Ohr haben und finanziell zur Seite stehen. Mit der Bitte, bei aller Motivation und Hilfsbereitschaft stets vorsichtig und bedacht zu sein, beendete der Bürgermeister sein Grußwort und erklärte abschließend: „Es gibt nichts schlimmeres als am offenen Grab eines im Dienst verunglückten Feuerwehrmannes zu stehen. Deshalb muss Vorsicht stets das oberste Gebot in Ihrem verantwortungsvollen Dienst sein!“

von Klaus-Dieter Körber

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