Absolute Mehrheit knapp verpasst

Stichwahl in Buchloe: Robert Pöschl bei 49,26 Prozent

+
Robert Pöschl (links) von der CSU geht mit 49,26 Prozent der Stimmen als Favorit in die Stichwahl gegen Maximilian Hartleitner (FDP) mit 14,28 Prozent.

Buchloe – Das war knapp. Robert Pöschl, Bürgermeisterkandidat der Buchloer CSU, schrammte um 44 Stimmen an der absoluten Mehrheit vorbei. 49,26 Prozent lautete sein Ergebnis. Deshalb müssen die Buchloer nun noch 14 Tage auf den Namen ihres neuen Bürgermeister warten. Eine Stichwahl ist angesagt. Auf dem zweiten Platz lag mit 14,28 Prozent Maximilian Hartleitner. Er trat für die FDP an und tritt nun als Kontrahent gegen Robert Pöschl an.

Dass es so knapp ausgehen würde, kam auch für Robert Pöschl überraschend. „Auch wenn ich die absolute Mehrheit nur knapp verfehlt habe, überwiegt doch die Freude über das insgesamt gute Ergebnis.“ Pöschls Ziel ist es nun, die Stichwahl zu gewinnen. „Dafür werde ich arbeiten“, sagte er unserer Zeitung.

Für Maximilian Hartleitner kam es nicht überraschend, so sagte er dem Kreisbote, dass er in die Stichwahl gekommen sei. Das habe er schon an der Stimmung im Wahlkampf gespürt. Hartleitner freute sich, dass nun die Karten neu gemischt würden. „Ich habe mit der Teilnahme an der Stichwahl mein erstes Wahlziel erreicht“. Nunmehr werde das Rennen neu eröffnet.

Auf den Plätzen folgten Franz Lang (Freie Wähler) mit 12,06 Prozent, Herbert Wintersohl (UBI) mit 11,43 Prozent, Elfriede Klein (Grüne) mit 8,8 Prozent und Bernd Gramlich (SPD) mit 4,17 Prozent.

Während im kleinen Sitzungssaal des Buchloer Rathauses die Auszählung lief, trafen sich einige Bürger und Stadträte im großen Sitzungssaal. Dort liefen die Ergebnisse der Auszählung über einen Beamer. Zu den anwesenden Bürgermeisterkandidaten gehörte Elfriede Klein von den Grünen. Angesichts der Ereignisse durch den Coronavirus spielt das Ergebnis für sie nur eine untergeordnete Rolle, betonte sie gegenüber unserer Zeitung. Dennoch sei sie zufrieden: „Unsere grüne Politik kann trotzdem umgesetzt werden“. Enttäuscht zeigte sich dagegen Herbert Wintersohl. „Das Ergebnis ist hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben“, sagte der UBI-Kandidat. Er habe auf die Stichwahl gehofft.

Die Wahlbeteiligung in Buchloe lag bei 58,12 Prozent. Die CSU schnitt mit 35,16 Prozent am besten ab, gefolgt von den Freien Wählern mit 17,67 Prozent, der UBI mit 14,65 Prozent und den Grünen mit 13,66 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgten SPD (7,48 Prozent) und FDP (7,24 Prozent). Die AfD, die erstmals in Buchloe antrat, kam auf 4,14 Prozent.

Sitzverteilung

Für die Sitzverteilung im Stadtrat bedeutet das Ergebnis: Die CSU ist mit acht Sitzen weiterhin die größte Fraktion. UBI und Freien Wähler werden jeweils vier Stadträte stellen. Die Grünen haben drei Sitze, SPD und FDP jeweils zwei Sitze und die AfD ist mit einem Abgeordneten vertreten.

Zur Wahl standen auch die Bürgermeisterkandidaten der zur Verwaltungsgemeinschaft Buchloe (VG) gehörenden Gemeinden Jengen, Lamerdingen und Waal. Stichwahlen gibt es in keiner dieser Gemeinden.

In Jengen gab es nur einen Kandidaten. Ralf Neuner wurde mit 94,29 Prozent der Stimmen gewählt.

In Waal gewann Robert Protschka vom Bürgerblock mit 55,18 Prozent gegen Ulrich Wagner vom Bürgerforum.

In Lamerdingen wurde Manuel Fischer (Freie Wählergemeinschaft) mit 52,95 Prozent gewählt. Sein Kontrahent Stefan Geirhos holte 47,05 Prozent der Stimmen.

Für die Stichwahlen um das Bürgermeisteramt am 29. März ist wegen des Corona-Ausnahmezustandes nur Briefwahl möglich Die Unterlagen dazu werden den Wählern in den nächsten Tagen automatisch zugeschickt.

von Siegfried Spörer

Auch interessant

Meistgelesen

Ehemaliger Vorstand des Tierschutzvereins Kaufbeuren und Umgebung muss vor Gericht
Ehemaliger Vorstand des Tierschutzvereins Kaufbeuren und Umgebung muss vor Gericht
Erstes Corona-Todesopfer in Kaufbeuren
Erstes Corona-Todesopfer in Kaufbeuren
Senioren- und Pflegeheim Waal: 29 Personen positiv auf Coronavirus getestet
Senioren- und Pflegeheim Waal: 29 Personen positiv auf Coronavirus getestet
Tänzelfestchef Horst Lauerwald äußert sich zu diesjährigen Planungen
Tänzelfestchef Horst Lauerwald äußert sich zu diesjährigen Planungen

Kommentare