Neue Projekte der Bürgerstiftung

+
Sie führen die Kaufbeurer Bürgerstiftung: die beiden Vorstandsmitglieder Otto Menk (v. li.) und Margit Bär, 1. Vorsitzender Johann Marschall und sein Stellvertreter Walter Rüffer.

Kaufbeuren – Durch ihre Unterstützung lokaler Einrichtungen und Projekte, Fort- und Ausbildungsmaßnahmen, sowie der Förderung von Kunst und Kultur, der Wohlfahrtspflege und dem Natur- und Umweltschutz zum Wohle der Kaufbeurer Bürgerschaft tritt die Bürgerstiftung Kaufbeuren in Erscheinung.

In die Räumlichkeiten der Kulturwerkstatt hatte die Bürgerstiftung kürzlich zu ihrer diesjährigen Stiftungsversammlung eingeladen. Vorsitzender Johann Marschall, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kaufbeuren, und sein Stellvertreter Walter Rüffer, ehemaliger Sprecher des Vorstandes der VR-Bank Kaufbeuren eG, begrüßten ehrenamtlich engagierte Bürger, Stifter und Spender.

Nach einem Musikstück der „Silberdisteln“, seit dem Jahre 2010 ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Bürgerstiftung, und Grußworten des Vorsitzenden Johann Marschall und von Bürgermeister Ernst Holy erläuterte der Stellvertretende Vorsitzende Walter Rüffer die Ziele und Aufgaben der Kaufbeurer Bürgerstiftung. Demnach ist diese eine finanziell und auch politisch völlig unabhängige Institution „von Bürgern für Bürger“, die Menschen zusammenführen soll, die sich aktiv als Stifter, Spender und ehrenamtlich engagierte Bürger für eine sozial friedliche, umweltgerechte und kulturell vielfältige Kommune einsetzen.

Im November 2005 gegründet, betrug das damalige Stiftungskapital 77.600 Euro. Durch Zustiftungen, Spenden und sonstige Erlöse konnte das Stiftungskapital per 31. Dezember 2016 auf rund 1,5 Millionen Euro erhöht werden. Dabei werden die Erträge daraus, sowie weitere zweckgebundene Spenden, ohne das Stiftungsvermögen anzugreifen, in die verschiedensten förderungswürdigen Projekte investiert. „In Zeiten der Null-Zins-Politik ist der Handlungsspielraum stark eingeschränkt“, so Walter Rüffer. Deshalb sei man stets dankbar, wenn Bürgerinnen und Bürger, Firmen und Vereinigungen sich mit mittleren und größeren, aber auch kleinen Beträgen beteiligen und sich zum Wohle der Allgemeinheit in einer derartigen Stiftung engagieren wollen.

Anschließend wurden einige der geförderten Projekte auch vorgestellt. Dabei bezeichnete Marschall die Eigenproduktion einer Kinderoper als eine der größten Herausforderungen. Thomas Garmatsch und Simone Dopfer von der Kulturwerkstatt stellten dieses Projekt näher vor und erklärten, dass man damit gezielt Kinder möglichst frühzeitig an die klassische Musikszene heranführen möchte. Ein Ausschnitt aus dieser Kinder­oper, die das Thema der „Märzenburg-Sage“ zum Inhalt hat, wurde den Anwesenden geboten um „Appetit auf mehr“ hervorzurufen.

Mit einem „Meisterkurs“ an der Musikschule soll der künstlerische Nachwuchs gefördert werden. Auch der „Wertach-Wanderweg“ zwischen Bärensee und Wertach-Freizeitpark wird von der Bürgerstiftung innerhalb einer Lenkungsgruppe gefördert. Ebenso erfährt das von Dr. Christoph Greifenhagen mit Leben erfüllte Projekt „Allgäuer Wiesen“ entsprechende Unterstützung. Adventssingen, Bürgerbrunch, Kinder-Klassikkonzerte, Lernen vor Ort, das Feuerwehr-Museum, Lernprogramme für Migrantenkinder, die Klinikclowns und noch viele weitere Projekte liegen der Bürgerstiftung am Herzen und werden großzügig unterstützt. Auch der „Geschichtenladen“ ist solch ein kulturelles Anliegen. Simone Dopfer und Thomas Garmatsch führten zu diesem Thema einen mit viel Beifall bedachten Sketch auf der Bühne vor.

Die Bürgerstiftung werde, wie Marschall zum Abschluss erklärte, auch weiterhin ein stets offenes Ohr für die Kaufbeurer Bürgerschaft und deren Gemeinwohl haben.

von Klaus-Dieter Körber

Auch interessant

Meistgelesen

Ein "gemeinsames Miteinander"
Ein "gemeinsames Miteinander"
"Das Weitblick" öffnet im September 2018
"Das Weitblick" öffnet im September 2018
Zusätzliches Management für KU?
Zusätzliches Management für KU?
Diskussion zur Flüchtlingsfrage
Diskussion zur Flüchtlingsfrage

Kommentare