Verleumdung und Beleidigung

Stötten am Auerberg: Wurfsendung von Stalker in Briefkästen

Wer in den Urlaub geht, sollte dafür sorgen, dass der Briefkasten regelmäßig geleert wird und nicht überquillt. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Wurfsendungen mit Verleumdungen und Beleidigungen sowie Fotos befanden sich kürzlich in einigen Stöttener Briefkästen.

Stötten am Auerberg – Am Mittwochvormittag staunten einige Stöttener nicht schlecht, als sie beim Leeren des Briefkastens eine Wurfsendung entdeckten, auf der neben Verleumdungen und Beleidigungen auch Fotos einer jungen Dame abgebildet waren, auf denen sie nur Badekleidung trug. Beim Täter handelt es sich laut Polizei um den Ex der auf den Bildern abgebildeten Stöttenerin. Der 32-jährige Mann aus einem anderen Ort im Ostallgäu stellt der Stöttenerin seit Ende der Beziehung nach, obwohl gegen ihn bereits ein Beschluss eines Näherungsverbotes durch das Amtsgericht besteht.

Trotzdem sucht er immer wieder ihre Nähe auf und versucht sie zu kontaktieren, zum Beispiel zuletzt im Fitnessstudio, berichtete die Polizei. Er hat in der Zwischenzeit bereits mehrere Anzeigen bekommen. Wegen der aktuellen Nachstellung durch die Wurfzettel muss der Stalker sich erneut wegen verschiedener Delikte verantworten, unter anderem wegen Beleidigung, Verleumdung und nach dem Gewaltschutzgesetz. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um eine Straftat und nicht um ein Kavaliersdelikt handelt, das mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden kann. Sie rät Betroffenen grundsätzlich, beim Auftreten von Bedrohungen und häuslicher Gewalt während oder nach dem Ende einer Beziehung frühzeitig die Polizei zu informieren.

Einige Stöttener, die unfreiwillig Empfänger dieses Wurfzettels wurden, haben übrigens richtig gehandelt. Sie machten Mitteilung bei der Polizei in Markt­oberdorf, leiteten die Inhalte nicht weiter und warfen das Schreiben einfach weg.

kb

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