Stöttwang feiert Jahrhundert-Ereignis

Nach 103 Jahren erstmals eine Heimatprimiz von Pater Dominikus

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Ein ganz besonderer großer Festtag für die Gemeinde. Stöttwang feierte die Primiz von Pater Dominikus.

Stöttwang – Trotz zunächst bedrohlich dunkler Regenwolken – kurz zuvor gab es sogar noch einen ordentlichen Schauer – entschlossen sich die Organisatoren, auf „himmlischen Beistand“ hoffend, die Heimatprimiz von Pater Dominikus unter freien Himmel durchzuführen.

Eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellte. Die Wolken verzogen sich allmählich. Erste Sonnenstrahlen brachen hervor und schließlich klarte es vollends auf. Schöner konnte es gar nicht sein. Mitten in der Natur, auf der großen Wiese gegenüber vom Stöttwanger Pfarrhof wurde die Feier zu einem eindrucksvollen Erlebnis für alle Beteiligten.

Genau 103 Jahre musste die Pfarrei Stöttwang auf ein derartiges Ereignis warten. Mit großer Freude und entsprechendem Engagement wurde dieses Fest dann auch begangen. Sichtlich gerührt, allein schon wegen der großen Anteilnahme der Bevölkerung aus nah und fern, genoss Martin Hartmann, nunmehr als Pater Dominikus, diesen Festtag. Nach einer fast zwölfjährigen „Reise“, die ihm das Abitur und eine Ausbildung zum Priester bescherte, führte ihn sein Weg zurück ins Ostallgäu, um in seiner Heimat Stöttwang mit einem Festgottesdienst seine Primiz zu feiern.

Im Stöttwanger Ortsteil Linden verbrachte Martin Hartmann seine Kindheit auf dem elterlichen Hof. Nach seinen beiden Schwestern Regina und Monika ist er der Dritte aus der vielköpfigen Familie, der einem Orden beitrat und somit eine geistliche Laufbahn einschlug. Am 6. Juli dieses Jahres wurde er in der Ordensgemeinschaft der Passionisten in Schwarzenfeld zum Priester geweiht.

In einem stattlichen Kirchenzug, angeführt vom Musikverein Stöttwang, zahlreichen Fahnenabordnungen, mehreren Geistlichen, seiner Familie und hunderten von Gläubigen ging es zum Festgottesdienst. Dieser stand unter dem vom jungen Neupriester ausgewählten Motto „Christus lebt in mir!“. Damit wolle er sich aber keineswegs irgendwie „beweihräuchern“, erklärte der Primiziant gleich zu Beginn, sondern darauf hinweisen, dass einzig und allein Jesus Christus durch ihn für alle Gläubigen wirke. Gleichzeitig bat er die Gemeinde, ihm im Gebet dabei zu unterstützen und zu helfen, um dem allen gerecht werden zu können.

Pater Johannes vom Orden der Passionisten aus Schwarzenfeld, dem Heimatorden von Pater Dominikus, gab seinem jungen Glaubensbruder und Neupriester im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes auch einige wohlgemeinte Ratschläge und Segenswünsche auf dessen weiteren Glaubensweg mit. Musikalisch umrahmt wurde die Messe von einem vielstimmigen Chor unter der Leitung von Robert Bosch sowie vom Musikverein Stöttwang unter der Stabführung von Detlef Hora.

Gegen Mittag ging es zum gemeinsamen Mittagessen mit Kaffee und Kuchen für alle Primizbesucher ins blumengeschmückte Festzelt, wo Pater Dominikus zahlreiche Gratulationen entgegennehmen durfte. Im Laufe des Nachmittags endete dieser ganz besondere Ehrentag mit einer festlich gestalteten Dankesandacht und dem Einzel-Primizsegen in der Pfarrkirche St. Gordian und Epimach.

von Klaus-Dieter Körber

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