Ein stolzes Jubiläum

BSK feiert im Waldstadion mit vielen Gästen den 100. Geburtstag

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Der tschechische Abgeordnete Petr Beitl (links) überbrachte die Grüße aus der Partnerstadt Jablonec. Mit im Bild sind Günther Seydel (Mitte), Vorstand der Musikvereinigung Neugablonz und László Kasztner, Geschäftsführer des Vereins für Städtepartnerschaften.

Kaufbeuren-Neugablonz – Der BSK Olympia Neugablonz hat am vergangenen Samstag mit einem Festakt sein 100-jähriges Vereinsjubiläum gefeiert. Der Einladung folgten nicht nur die lokale Politprominenz, Mitglieder und Weggefährten, sondern auch Vertreter des Bayerischen Fußball-Verbandes. Sie alle würdigten die Leistung und das Wirken des Vereins, der offiziell in Gablonz an der Neiße aus der Taufe gehoben wurde.

Für große Freude bei den Festgästen sorgte die Teilnahme von Petr Beitl, ehemaliger Oberbürgermeister der Partnerstadt Jablonec und Abgeordneter im tschechischen Parlament. In seinem Grußwort unterstrich er die wichtige und wertvolle Zusammenarbeit zwischen beiden Städten. Es sei ihm eine große Ehre, das Jubiläum gemeinsam vor Ort feiern zu können. „Die Freundschaft und Verbundenheit beider Städte ist beispielhaft in Europa.“

Auch Bürgermeister Gerhard Bucher, der die Grüße der Stadt Kaufbeuren überbrachte, erwähnte in seinen Ausführungen diese einmalige Geschichte, die es so in Deutschland nicht noch einmal gibt.

Der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) sprach sogar von einem gewaltigen Jubiläum in einem lebendigen Verein. „Der BSK steht für einen Brückenschlag von Neugablonz nach Gablonz an der Neiße und wieder zurück.“ Neugablonz stehe für eine gelebte und gelungene Integration und Völkerverständigung. Denn der Fußball verbinde und führe die Menschen zusammen.

Auch der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (FW) wünschte dem BSK alles Gute zu seinem Jubiläum. „Lieber Peter Seidel, Du bist das Gesicht des Vereins, ich hoffe, dass du dem Verein noch lange erhalten bleibst.“ Pohl erinnerte in seinen Ausführungen an einige sportliche Highlights wie das Pokalspiel im Frankfurter Waldstadion und sagte scherzhaft in Richtung Karl Heinz Giegerich, Kreisvorsitzender im Bezirk Schwaben des Bayerischen Fußball-Verbandes: „Vom BSK wechselt man nicht nach ­Sonthofen, höchstens umgekehrt.“

Seit 1991 ist Peter Seidel (rechts) BSK-Vorstand. Aus den Händen von Thomas Glüder (er hielt den Festvortrag) und Sabine Dittrich (Vorstandsmitglied) gab es für ihn eine Dankes-Erinnerungsurkunde.

Giegerich seinerseits überbrachte die sportlichen Grüße des BFV und machte deutlich, dass sämtliche Funktionäre und Mitarbeiter vor einer großen und logistischen Herausforderung stünden. Nicht nur der BSK feierte an diesem Wochenende seinen 100. Geburtstag, sondern auch der 1. FC Sonthofen und der TV Sontheim. Giegerich war zuletzt bei der Einweihung des BSK-Museums im Mai im Waldstadion zugegen und bedankte sich für die Einladung. Er sei gerne gekommen. „Viele Menschen haben hier Großartiges geleistet, sie haben auch vieles bewegt“, blickt der BFV-Funktionär auch in die Zukunft und macht deutlich: „Wie jeder Verein, so steht auch Neugablonz vor großen Herausforderungen. Wichtig ist, die Jugend in das Ehrenamt einzubinden, um eine Verjüngung in der Vorstandschaft zu schaffen.“ Der wahre Erfolg zeige sich nicht in der Spielklasse, sondern wie im Verein gearbeitet wird. „Der BSK leistet einen hervorragenden Beitrag.“

Den Festvortrag hielt Thomas Glüder, ein ehemaliger aktiver Spieler des BSK Olympia Neugablonz. Er zog nicht nur die Gäste in seinen Bann, sondern brachte die Geschichte des Vereins mit vielen persönlichen Anekdoten zum Besten.

Tosenden Applaus bekam auch Wolfgang Krebs alias Schorsch Scheberl, der als Überraschungsgast bei der Jubiläumsfeier des BSK auftrat. Als Vorstand in allen 30 Vereinen in seinem Heimatort „Untergamskobenzeißgrubengernhaferlverdimmering“ zeigte er in humorvoller und lustiger Art, wie er seine ehrenamtliche Arbeit täglich stemmen muss. Untermalt wurde der Festakt durch die Musikvereinigung Neugablonz.

von Stefan Günter

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